Home > Aktuelles > Ausstellung „Deutsche Bibeln bis Luther“ in Weil im Schönbuch (10.03.2003)

10.03.2003
Ausstellung „Deutsche Bibeln bis Luther“ in Weil im Schönbuch
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Eine Woche lang - vom 21. bis 28. Februar - hatten Interessierte die einmalige Gelegenheit, Bibeln aus vorlutherischer und lutherischer Zeit, die sonst in Panzerschränken ruhen, im Bürgersaal des Rathauses Weil im Schönbuch zu bestaunen.

Schon am Eröffnungsabend zeigte sich, dass es viele Interessierte gab. Ungefähr 100 "Bibelfans" füllten den Bürgersaal und erlebten einen unterhaltsamen Abend mit Pfarrer Heribert Hummel, der mit einem humorvollen Vortrag "Von der handgeschriebenen zur gedruckten Bibel" in die Ausstellung einführte. Umrahmt wurde die Veranstaltung, die vom Hausherrn Bürgermeister Andreas Brand eröffnet wurde, von der passenden Musik. Gabi Scheungraber und Anja Breuer musizierten auf Cello und Gambe.

Wie alle Veranstaltungen im Jahr der Bibel war auch dieses Ereignis eine gemeinsame Sache der evangelischen Kirchengemeinden Weil, Breitenstein und Neuweiler und der katholischen Kirchengemeinde Weil/Dettenhausen und so waren auch alle Pfarrer abwechselnd vor Ort, um die 24 ausgestellten Exponate zu erklären und Schulklassen und verschiedene Gruppen durch die Ausstellung zu führen. Da gab es einiges zu tun, denn Leute aus dem ganzen Kreis Böblingen, aus Tübingen, ja sogar aus Degerloch zeigten reges Interesse und kamen in die Schönbuchgemeinde.

Am Freitag, den 28. Februar bei der Abschlussveranstaltung erfuhren die anwesenden, was Dawawa ist. Die Sprachenforscher Martin und Beate Knauber leben seit 1988 in Papua-Neuguinea und haben im März 2002 ihre Übersetzung des Neuen Testamentes in eine der Sprachen dieser Insel, in Dawawa, fertiggestellt. Dazu mussten sie diese Sprache zunächst einmal erlernen, was dadurch erschwert wurde, dass es sich um keine geschriebene Sprache handelt. So wurde die Sprache erforscht, dann ein Alphabet, eine Grammatik und ein Wörterbuch erstellt. Nun sollen die Dawawa auch in der Lage sein, ihre gedruckte Bibel lesen zu können. So folgte ein Alphabetisierungsprogramm, Schulen wurden gegründet und Lehrer ausgebildet. Welche Schwierigkeiten außerdem beim Übersetzen der Bibel auftraten, wurde lebhaft geschildert.

Pfarrer Dr. Heinz-Werner Neudorfer von der evangelischen Kirchengemeinde bedankte sich am Ende dieses interessanten Abends nicht nur bei den Referenten, sondern auch beim "Motor" der Ausstellung, dem katholischen Pfarrer Karl Edelmann und den Organisatoren Iris und Gerhard Frech.

Zu erwähnen ist auch das "Aufsichtspersonal", das die Ausstellung tagsüber bewacht hat.

 
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