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03.07.2003
Das Jugendreferat informiert: Kinoprojekt mit den Sechstklässlern
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Schule - einmal ganz anders. Dass man auch im Kino etwas lernen kann zeigte das zweitägige Projekt, das die Weilemer Sechstklässler vergangene Woche zusammen mit dem Suchtbeauftragten des Landkreises, mit Jugendsachbearbeitern der Polizei, der Frauenbeauftragten, der Jugendreferentin und ihren Klassenlehrerinnen erlebten.

Morgens um 8:30 Uhr machte sich die komplette Jahrgangsstufe auf den Weg ins Böblinger Bärenkino, wo extra für sie der Film "Billy Elliot" gespielt wurde - ein bewegender und anspruchsvoller Film zu den Themen Freundschaft, Begabungen, Rollenerwartungen, Vorurteilen, Ehrlichkeit und Toleranz. Dabei wurde den Schülern und Schülerinnen gleich zu Beginn erklärt, was einen guten Film ausmacht, der nicht nur von Action und Klischees lebt, sondern von seiner Geschichte und seinen Charakteren.

Beeindruckt von der Vorführung ließen sich die Jugendlichen anschließend auf eine ausgedehnte Diskussion über Handlungen und Verhaltensweisen der Hauptpersonen sowie über Aussagen des Filmes ein. Der Film diente zum Einstieg in eine Thematik, die am nächsten Tag in den Klassen noch weiter bearbeitet wurde.

Zum Teil in der ganzen Klasse, zeitweise aufgeteilt in Mädchen- und in Jungengruppen, beschäftigten sich die Jugendlichen anhand kreativer Darstellungsweisen wie Collagen und Zeichnungen mit Fragen wie "Was sind meine besonderen Begabungen und welche Fähigkeiten haben meine Klassenkameraden?" "Wo kann ich meine Begabungen einsetzen, was würde ich gerne anders machen?" "Welche Vorurteile haben die Mädchen gegen Jungs, welche die Junges gegen Mädchen, und welche davon stimmen?" Fragen, deren Themati-sierung nicht nur zur Stärkung des eigenen Selbstbewusstseins führt, sondern auch zur Fähigkeit, die Klassenkameraden als Individuen mit jeweils eigenen Stärken und Begabungen zu akzeptieren.

Dass es Spaß gemacht hat, sich in Verbindung mit einem Kinofilm mit solchen Fragen zu beschäftigen, darüber waren sich die Jugendlichen einig. Die Äußerung des Wunsches, im nächsten Schuljahr wieder ein Kinoprojekt durchzuführen, blieb nicht aus.

 
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