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09.02.2002
Schwörstein am Rathauseingang
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[1] Schwörstein und Info-Tafel
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Bild Nr. 2 in voller Auflösung anzeigen
[2] Schwörstein
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[3] Info-Tafel
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Seit einigen Tagen kann nun auch nachgelesen werden, was der Stein darstellt, der schon im Herbst 2001 links neben dem Eingangsportal des Rathauses angebracht wurde.

Es handelt sich hier um einen krönenden Schmuckstein aus dem 14. Jahrhundert, der wahrscheinlich über dem Haupteingang zur ehemaligen Pflegebehausung des Klosters Bebenhausen in der Oberen Halde eingemauert war. Die Initialen "W" und "S" stehen für Weil im Schönbuch. Die rechte Schwörhand ist ein Hinweis auf das Vogt- und Dorfgericht. Im 16. Jahrhundert, als in Tübingen die Pest wütete, ist ein Teil des herzoglichen Hofgerichts und der Universität nach Weil im Schönbuch geflüchtet und hat hier getagt.

Der Stein wurde 1981 bei Grabarbeiten in der Unteren Halde gefunden. Vermutlich war er nach der Zerstörung der Klosterpflege beim großen Brand von Weil im Schönbuch am 09.04.1559 mit Bauschutt dort abgelagert worden.

Die Bronzetafel wurde von der Kunstgießerei Strassacker in Süßen gefertigt und von unserem Ordnungsamtsleiter Robert Böhnel schmiedehandwerklich kunstvoll verziert.

 
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