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06.10.2003
"Bürger für Bürger" erhält 2. Preis von Caritas
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Der ökumenischen Initiative Bürger für Bürger wurde im Rahmen des vom Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart getragenen Gemeindepreises "Hilfe entdecken" der 2. Preis verliehen. Der Preis ist eine Anerkennung für das Engagement aller Beteiligten und würdigt den vernetzten, bedarfsorientierten und diakonischen Handlungsansatz.

"Bürger für Bürger" (BfB) bietet Soforthilfe für Bürger von Weil im Schönbuch, Breitenstein, Neuweiler und Dettenhausen in fast allen Lebenslagen an. Um nur ein paar Dinge zu nennen: Integration von Spätaussiedlern, Begleitung von Jugendlichen bei Problemen, Bewerbungstraining, Arbeitssuche, Kleinreparaturen, Familienzusammenführung und Vermittlungen wie z.B. pensionierte Schachspieler für eine Schulklasse, die Schachspielen lernen möchte. Die Initiative ist vernetzt mit den Sozialämtern der Landkreise Tübingen und Böblingen, mit Caritas, den Rathäusern, den Kirchengemeinden, den örtlichen sozialen Diensten und anderen sozialen Einrichtungen. Bürger für Bürger ist keine Konkurrenz zu bestehenden Organisationen, Handwerkern und sozialen Diensten, sondern versteht sich als Ergänzung.

Über 50 Bürger haben sich bereiterklärt, bei dieser ökumenischen Initiative mitzuarbeiten. Dadurch steht ein breites Band von vielfältigen Fähigkeiten und Charismen bereit. Von über 70 Fällen, die in den vergangenen anderthalb Jahren an BfB herangetragen wurden, sind 40 erfolgreich abgeschlossen.

Zur Preisverleihung wurden die Mitglieder von BfB Gerhard Frech, Maria Münkel, Marga Ranger, Helmut Pudelko und Wolf Dieter Finck begleitet von Pfarrer Karl Edelmann und dem kath. Kirchengemeinderat, Pfarrer Götz Krusemarck, Bürgermeister Raich, Dettenhausen, stellv. Bürgermeister von Weil im Schönbuch Marcus Schlüter, Dezernent Alfred Schmid und Frau Solga vom Landratsamt Böblingen und Frau Kammerer und Frau Belser vom Landratsamt Tübingen.

"Bürger für Bürger" teilt sich den 2. Preis mit einer Gruppe aus Donzdorf, die Lehrlingspatenschaften vermittelt. Sie kümmern sich um Schüler, die keine Lehrstelle bekommen haben, unterstützen sie bei der Suche danach und begleiten sie durch die Lehre.

Den 3. Preis erhielt der Freundeskreis Asyl aus Bad Wildbad. Er verschaffte den rund 100 zuerst abgelehnten Asylsuchenden aus verschiedensten Ländern durch viele Aktionen Annahme und Lebensraum im Ort Bad Wildbad.

Den ersten Preis erhielt der Verein "Begegnungsstätte Eichberg e.V.", eine Inititative im Stadtteil Eichberg in Ulm. Sie hat mit vielen Gruppen, Kursen und Aktionen einen ganzen Stadtteil belebt. Vom Märchenerzähler über Deutschkurs und Krabbelgruppe bis hin zu den Angeboten für Jugendliche (Treffen, Wandern usw.) war alles vertreten.

Frau Dr. Stetter-Karp begrüßte die Anwesenden im Namen der Caritas. Herr Krämer vom Flughafen Stuttgart bedankte sich dafür, dass man sich als Verleihungsort den Flughafen ausgesucht hatte. Frau Zinnecker erklärte als Jury-Mitglied, nach welchen Kriterien die Jury gewertet hatte.

12 Gruppen hatten sich um die Preise beworben, die Weihbischof Renz verlieh. Durch das freiwillige und berufliche Engagement der Mitarbeiter in den einzelnen Gruppen, mit denen sie Hilfe organisieren, seien alle 4 Gruppen preiswürdig, betonte Weihbischof Renz. Die Preisverleihung wurde musikalisch sehr einfühlsam von Saxophon und Bass untermalt.

In ihrem Schusswort, in dem sie zum anschließenden Stehempfang einlud, zitierte Frau Dr. Stetter-Karp ein Wort von Nelson Mandela: " Die Güte des Menschen ist eine Flamme, die zwar versteckt, aber nicht ausgelöscht werden kann."

Iris Frech
(Mehr Information unter "Bürger für Bürger" siehe beil. Bericht von Gerhard.)
 
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