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28.11.2003
Fechter Steffen Launer ist Vize-Europameister
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Foto: Verein

Der Böblinger Musketier Steffen Launer bleibt weiter auf Erfolskurs: Bei den Fecht-Europameisterschaften der Junioren im kroatischen Porec holte der Junior die Silbermedaille mit der deutschen Degen-Mannschaft.

Launer, amtierender Vize-Weltmeister bei den Kadetten, war als Titelverteidiger mit der Mannschaft angereist und schrammte mit seinem Team nur knapp an Gold vorbei. Finalgegner Italien schaffte zwölf Sekunden vor Schluß den Siegtreffer zum 36:35.

In der Einzelwertung landete Steffen Launer auf Platz 13. Launer, seit Sommer Zwölftklässler im Holzgerlinger Schönbuch Gymnasiums, qualifizierte sich nach einer hervorragenden Saisonleistung für diese EM. Als noch A-Jugendlicher focht er sich bei den Junioren an die Spitze und brillierte bei internationalen Weltcups. "Es ist eine enorme Belastung sich bei Veranstaltungen wie einer EM oder WM über zwei Tage zu konzentrieren", so Steffen Launer. Darüber hinaus gab es in den Reihen der SVB zum Saisonauftakt einen Trainerwechsel, den Launer ebenfalls zu verkraften hatte. Dies gelang dem Ausnahmetalent dennoch außerordentlich gut. Im Einzel erreichte er sicher nach Setzrunde und K.O.s die Runde der besten 16. Dann kam das überraschende Aus für Launer. "Erst hatte ich einen Polen und dann einen Engländer rausgeworfen, da lief noch alles nach Plan". Doch gegen den Österreicher Hauswirth war dann Endstation. Mit 13:15 musste Launer seine Degen wieder einpacken.

Beim Mannschaftswettbewerb wollte er es dann noch einmal wissen. Hochkonzentriert ging er mit seinen deutschen Teamkollegen Sascha Ludwikowski, Thorsten Beyer und Michael Buchbender ins Rennen und bremste eine Fechtnation nach der anderen aus. Unter anderem Gastgeber Kroatien und Medaillenkandidat Polen mussten das Deutsche Dream Team passieren lassen. Dass es im Finale gegen Italien so knapp zugehen würde, konnte keiner ahnen. Peter Proske vom Olympia-Stützpunkt FC Tauberbischofsheim: "Wir hatten eigentlich immer die Nase vorne, und am Ende, haben dann die Italiener den Sack zugemacht." Die Freude über Silber war dennoch ungetrübt und wurde ausgiebig gefeiert.

Zu Hause ging es dann so weiter: Die Fechtabteilung der SV Böblingen erwartete "ihren Steffen" am Dienstag nach der EM mit einem Sektempfang. Und obwohl Launer nach seinem 13. Platz im Einzel nicht ganz zufrieden war - "Das war ärgerlich, denn da war mehr für mich drin. Ich habe in dieser Altersklasse aber noch zwei Jahre, um das wieder gut zu machen." - freute er sich dennoch über sein Abschneiden.

Zielstrebig wird sich Launer auch in der neuen Saison durchfechten, sein großes Ziel sind die Olympischen Spiele. Für Athen reicht es vielleicht nicht, aber in Peking 2008 könnte Launer der richtige Mann sein.

 
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