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24.03.2004
Tiger Pit: Auszeichnung für Hilfsinseln
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Foto: Scherbaum

Toller Erfolg für die Mütter und Väter von „Tiger Pit“: Die Aktion für mehr Sicherheit auf dem Schulweg wurde vom baden-württembergischen Ministerpräsidenten Erwin Teufel im Rahmen des Wettbewerbs kommunaler Bürgeraktionen am Wochenende ausgezeichnet. Bei einer Feierstunde im Neuen Schloss in Stuttgart gratulierte der Regierungschef gemeinsam mit Innenminister Thomas Schäuble den Weiler Bürgern, die im vergangenen Jahr mit dem Logo „Tiger Pit“ in Weil im Schönbuch, Neuweiler und Breitenstein Anlaufstellen für Kinder in Notlagen geschaffen haben.

Gabriele Gloeckner von der Lokalen Agenda 21, Antje Hansen für den Elternbeirat der Schule und Bürgermeister Andreas Brand nahmen die Auszeichnung von Ministerpräsident Erwin Teufel entgegen. Dieser lobte das Engagement der Weilemer, das Beispiel für ähnliche Projekte geben könne. „Das bürgerschaftliche Engagement in Baden-Württemberg ist ein verlässlicher Pfeiler, auf dem das soziale, kulturelle und gesellschaftliche Leben der Städte und Gemeinden sicher ruht,“ betonte der Landeschef.

Die Aktion „Tiger Pit hilft mit“ der Weilemer – auch die Initiative „Bürger für Bürger“ setzte sich dafür ein – war eines von 195 Projekten, die in diesem Jahr unter dem Motto „Kinderfreundliche Kommune“ am landesweiten Wettbewerb teilnahmen. Die Jury hatte die Qual der Wahl. Vertreter der Landtagsfraktionen, der Ministerien und der kommunalen Landesverbände bewerteten die Projekte nach der Dauer des Engagements, der Vorbildfunktion, der Zahl der Beteiligten, dem zeitlichen und finanziellen Aufwand sowie der Förderung der Gemeinschaft im Land. 43 Preisträger wurden ausgewählt.

Tiger Pit, das Maskottchen, dessen aufgemalte Tatzen bereits flächendeckend die sicheren Schulwege in der Gemeinde markieren, soll die Einwohner von Weil auch künftig zuverlässig durch die Gemeinde leiten. An insgesamt 60 Geschäften und Privatgebäuden in Weil und den Teilorten signalisieren gelbe Schilder mit der sympathischen Raubkatze, dass Bürger mit Problemen hier Ansprache und Hilfe finden können.

„Unser Ziel ist, dass die Gemeinde kinder- und bürgerfreundlicher wird,“ erklärt Antje Hansen die Motivation der ehrenamtlichen Initiatoren. Vor allem Kinder, die auf dem Schulweg mit Gewalt, Ängsten oder ganz alltäglichen Sorgen wie einem Bienenstich zu kämpfen haben, sollen hier eine Anlaufstelle finden. „Auch für ältere Menschen, die bei ihrem Weg durch den lang gestreckten Ort einmal eine Ruhepause oder ein Glas Wasser benötigen, ist das Angebot gedacht,“ sagt Antje Hansen.

Nach einem Jahr ziehen die Organisatoren eine positive Bilanz. „Die Aufmerksamkeit im Ort ist durch das Projekt ganz allgemein gestiegen. Die Bürger sind für die Probleme anderer stärker sensibilisiert.“

Ein besonderer Dank gilt allen Helfern und Freunden des „Tiger Pit“. Nur durch die spontane Unterstützung vieler Weiler, Breitensteiner und Neuweiler Bürger konnte der kleine gelbe Tiger in unserem Ort lebendig werden.

 
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