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30.04.2002
Eindrücke von der Schulhof-Umbau-Aktion
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[1] Viele Helfer beim Amphietheater
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[2] ... beim Heckenlabyrinth, das noch angepflanzt wird.
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[3] Schüler, Eltern, Lehrer, Mitarbeiter vom Bauhof, alle sind im vollen Einsatz!
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[4] Unter der fachlichen Leitung der Profis von NaturArt läuft alles nach Plan.
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[5] Der Kletterhügel ist fast fertig, das Weidentipi muß noch oben drauf.
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[6] Die Zwergenbinge steht auch schon da und lädt zum Spielen ein.
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Bild Nr. 7 in voller Auflösung anzeigen
[7] Die Projektwoche war eine gelungene Gemeinschaftsaktion zwischen Schule, Gemeinde und Agenda21!
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Bild Nr. 8 in voller Auflösung anzeigen
[8] Bald dürfen die Schulkinder ihren selbstgestalteten Erlebnis-Schulhof wieder in Beschlag nehmen.
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Mehr Spaß auf dem Schulhof
1. Bauabschnitt des Klassenzimmer " Natur " realisiert

War das eine Woche ! Es hat aus Kübeln geschüttet. Lehrer, Eltern und Schüler wateten knöcheltief durch nasse Erde und Sand. Zentimeterdicke Lehmschichten an den Schuhsohlen, die Farbe der Hose längst von undefinierbarem Braun verdeckt, von der Nasenspitze tropfte der Regen. Was soll´s, einen Weilemer kann das nicht erschüttern. Mit Feuereifer haben Kinder, Mütter, Väter und Mitarbeiter des Bauhofes in der Woche vom 28. April bis 3. Mai den Naturgewalten getrotzt und ihren Pausenhof in Rekordzeit umgestaltet. Fünf Tage lang herrschte an der Grund- und Hauptschule in Weil im Schönbuch der Ausnahmezustand: In einer Gemeinschaftsaktion wurde der Schulhof zum Naturerlebnisraum. Positiver Nebeneffekt: Die Waschmaschinen der Weiler Familien haben ihren Härtetest bestanden.
Bereits in der letzten Aprilwoche war die Asphaltfläche im Hof der Weiler Grundschule aufgerissen worden. Sehnsuchtsvoll verfolgten die Kleinen aus dem Klassenzimmer, wie Bagger und Greifer die Erdarbeiten vorbereiteten. Am Montag vergangener Woche durften sie endlich selbst mitanpacken. "Da hinten kommt mein Lägerle hin", verkündete lautstark ein Dreikäsehoch. Andere konnten gar nicht genug Erdeimer schleppen. "Das macht voll Spaß hier", tönte ein Erstklässler, der sich wie ein Maulwurf durch die Erde grub - und völlig selbstverständlich nebenbei noch einer Klassenkameradin half, die mit ihrem Rechen nicht zurechtkam.
Teamgeist war Trumpf und Beatrix Werner begeistert. "Wir sind gut vorangekommen. Alles lief wie am Schnürchen. Einfach toll !" Als Sprecherin der Agenda-Arbeitsgruppe "Bauen, Energie und Landschaft" hat sie die Schulhofumgestaltung gemeinsam mit der Agenda-Gruppe "Zukunftsgerechtes Zusammenlegen" und dem Ortsbauamt maßgeblich mit in die Wege geleitet und dafür gesorgt, dass vom Umweltministerium ein Zuschuss von 10.000 Euro in die Projektkasse floss. Weitere Mittel von der Gemeinde und Geld- und Sachspenden vieler Eltern und die tatkräftige Unterstützung der Bauhofmitarbeiter machten es möglich, dass der Schulhof nach den Plänen der Ludwigsburger Firma "naturArt" ein neues Gesicht bekam.
An dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön an Alle, die durch Ihr Engagement mitgeholfen haben, das Projekt zu ermöglichen. Alle Beteiligten hoffen, dass es nächstes Jahr mit dem 2. Abschnitt weitergehen kann.
Landschaftsgestalter Hansjörg Bärtschi hatte als Koordinator der Aktion nicht nur die Bauleitung, sondern auch seine kleinen Helfer fest im Griff. "Jede Klasse der Grund- und Hauptschule war in dieser Woche vier Stunden lang im Einsatz." Nur die Neuner durften aussetzen - sie waren im Prüfungsstress.

Achtzig Kinder tummelten sich zeitgleich zwischen Amphitheater, Weidentipi, Heckenlabyrinth und Zwergenbinge. Zehn bis 20 Eltern unterstützten sie jeweils dabei. Eine enorme Arbeitsleistung, wie Beatrix Werner und Rektor Karl Heinz Hartmann ausgerechnet haben. "Insgesamt kamen wir in dieser Woche auf 340 Eltern-, 80 Lehrer- und 1.600 Schüler-Arbeitsstunden".

Ein wenig mehr als vorgesehen wurden es letztendlich dann doch: In der Nacht zum 1. Mai hatten Unbekannte die Arbeit der Kinder in Teilen wieder zerstört und am Donnerstagmorgen für traurige Gesichter und große Enttäuschung gesorgt. Trotz dieses Rückschlags bekamen die Helfer den Zeitplan wieder in den Griff und konnten am Freitagnachmittag den Spaten pünktlich zum Helferfest aus der Hand legen.
Jetzt ist es an den Kindern, die neue Anlage zu hegen und zu pflegen. Sobald der große Regen aufhört und die Erde etwas abgetrocknet ist, werden die letzten Pflanzen gesetzt, die zum Teil auch von den Lieferfirmen Hof BergGarten und Rieger- Hofmann GmbH gespendet wurden.. Schon während der Bauphase hat Hansjörg Bärtschi den einzelnen Klassen jenes Stück zugewiesen, dass sie künftig als Paten pflegen und betreuen sollen. Das ist nicht nur praktisch, sondern hat auch einen erzieherischen Aspekt. "Wir hoffen, dass die Kinder damit einen engeren Bezug zu der Anlage bekommen und auch künftig pfleglich damit umgehen."

 
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