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07.05.2002
Tag des Baumes 2002
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Foto: J.Villarroya

Bürgermeister Brand pflanzte eine Winterlinde am "Zweiten Häusle"

Bürgermeister Andreas Brand, hat am Freitag, 26. April, anlässlich des 50. "Tag des Baumes" eine drei Meter hohe Winterlinde auf der Wiese am "2. Häusle" gepflanzt.

Obwohl die Gemeinde knapp 400 ha Wald besitzt und auf ihrer Gemarkung zu 42 % (der Landesdurchschnitt liegt bei 39 %) bewaldet ist, ließ es sich der Bürgermeister nicht nehmen, zusammen mit den örtlichen Forstleuten und den beiden Waldarbeitern, zu diesem Jubiläum eine Winterlinde (lat. Tilia cordata) zu pflanzen. Er hob hervor, dass er durch diese symbolische Pflanzaktion seine hohe Wertschätzung für Bäume, aber auch für den Wald um Weil im Schönbuch, zum Ausdruck bringen möchte.

Bereits im Jahre 1872 forderte der Journalist Julius Sterling Morton im baumarmen Nebraska in seiner "Arbor Day-Resolution" einen jährlichen "Tag des Baumes", an dem Bäume gepflanzt werden sollen. Dieser Gedanke wurde vor 50 Jahren nach der offiziellen Ausrufung durch die FAO (Organisation für Ernährung und Landwirtschaft der Vereinten Nationen) von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald aufgegriffen und so fand am 25. April 1952 der erste "Tag des Baumes" bei uns in Deutschland statt. Damals pflanzte der erste Bundespräsident, Professor Dr. Theodor Heuss, im Bonner Hofgarten einen Ahorn. Seit dieser Zeit treffen sich in ganz Deutschland, aber auch in anderen Ländern, immer Ende April Naturfreunde, um gemeinsam traditionelle Baumpflanzungen anlässlich des "Tag des Baumes" vorzunehmen.

"Letztendlich spiele es daher keine Rolle, so Brand, dass eine Linde gepflanzt werde, obwohl die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) zum "Baum des Jahres 2002" den Wacholder bestimmt habe. Dieser passe eben aufgrund seiner standörtlichen Anforderungen besser auf die Wacholderheiden der Schwäbischen Alb. Die Gemeinde habe sich daher in Absprache mit dem Forstamt für die Linde entschieden."
"Die Winterlinde, so Forstamtschef Kopp, kann bis zu 25 Meter hoch und gut 800 Jahre alt werden. Die im Freistand breit ausladende Baumkrone werde in einigen Jahren auch zur Schattenspende am Erholungsschwerpunkt "2. Häusle"beitragen". Kaum eine andere Baumart hat in früherer Zeit dem Menschen näher gestanden: vom Arzneimittel, Treffpunkt für Jung und Alt / Dorfmittelpunkt, Rechts- und Freiheitsbaum bis hin zum Baum der deutschen Romantik; auch Goethe soll einige selige Stunden unter einer jungen Linde mit Friedericke von Sessenheim verbracht haben.

Bürgermeister Brand wies in diesem Zusammenhang auch darauf hin, dass das "2. Häusle" noch in diesem Jahr einer Grundinstandsetzung unterzogen wird. Die beiden Feuerstellen, sämtliche Sitzbänke und Tische, die Seilbahn sowie die Schutzhütte werden in den nächsten Wochen u.a. auch mit Zuschussmitteln des Naturparks Schönbuch wieder in Ordnung gebracht.

Nicht nur die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald feiert mit dem "Tag des Baumes" ihr goldenes Jubiläum; auch das Land Baden-Württemberg und mit ihm die Landesforstverwaltung werden ein halbes Jahrhundert alt.
Die Landesforstverwaltung Baden-Württemberg wird daher am 09. Mai in Waldenbuch auf dem Jugendzeltplatz "Jungviehweide" ein großes Fest, einen "Walderlebnistag" für Jung und Alt, von 9.30 bis 17.00 Uhr durchführen. Neben einem großen Festzelt mit Bewirtung erwartet die Besucher ein umfangreiches und interessantes Angebot.

 
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