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21.11.2005
Steffen Launer ist Vize-Europameister
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Unser Mitbürger und Fecht-Ass Steffen Launer hat allen Grund zur Freude. Der Zivildienstleistende, der in den Diensten der SV Fechtabteilung ficht, holte sich gestern in Ungarn bei den Junioren-Europameisterschaften im Herrendegen Silber hinter dem Italiener Munzone.
 
Rund 100 Teilnehmer aus über 30 Nationen waren gestern im ungarischen Tapolca bei den Europameisterschaften im Junioren-Herrendegen am Start. Launer war zu Beginn skeptisch: „Mal schauen, wie es läuft, letzte Woche hatte ich eine schwere Erkältung und kann noch nicht ganz einschätzen, wie fit ich bin.“ Doch Launer gab sich in der Setzrunde keine Blöße und schaffte vier Siege. Mit einer zusätzlichen Niederlage in der Fechttasche erreichte das Degen-Ass mit Freilos die Runde der besten 64. Hier schaltete Launer den Türken Nazill mit 15:4 aus.
 
Gegen den Esten Hololefenko ging es dagegen spannender zu. Launer blieb konzentriert und setzte unter den Augen von Junioren-Bundestrainer Mariusz Stralzka den Siegtreffer zum 15:13. Damit stand Launer im Achtelfinale. Bis dahin waren seine deutschen Teamkollegen Andreas Erdöffy (FC Tauberbischofsheim, Rang 24), Te Mao Tran (FC Tauber-bischofsheim , Rang 26) und Emmanuel Flierl (TG Rohrbach, Rang 54) schon ausgeschieden.
 
Der Ukrainer Migurowski stellte sich früh als harte Nuss dar. Doch Launer agierte mit einer guten Beinarbeit und setzte den Ukrainer immer wieder unter Druck. Am Ende wurde der Böblinger mit einem 15:13-Erfolg belohnt. Nur noch ein Sieg trennte Launer da noch vom Edelmetall.
 
Im Finale der besten Acht standen am Mittwoch Abend neben Launer zwei Italiener, zwei Rumänen, ein Tscheche, ein Pole und ein Israeli. Launer gegen den Rumänen Lapuste hieß die erste Paarung auf der Hochbahn. Schnell ging der Deutsche in Führung, während dem Rumänen die Puste ausging. Launer gewann mit 15:8.
 
Im Halbfinale ließ Launer den Tschechen Ambroz über die Klinge springen, beim 15:11 waren auch zu Hause in Neuweiler alle aus dem Häuschen. Dagmar Launer, die Mutter von Steffen hielt den Fechtabteilungsvorstand per sms und Telefon auf dem Laufenden. „Wir waren alle so platt und überglücklich.“
 
Für den Kampf um den Europameistertitel hatten sich also Launer und Munzone (Italien) qualifiziert. Das Gefecht war nur anfangs ausgeglichen. „Der Italiener hat mich in den unglaublichsten Situationen immer wieder am Arm Erwischt“, berichtete Launer anschließend. Munzone setzte sich mit 15:9 durch, Steffen Launer holte Silber.

„Ich hab damit überhaupt nicht gerechnet“, so ein freudestrahlender neuer Vize-Europameister Launer, „das war alles sehr überraschend für mich. Aber es lief einfach von Beginn an wie geschmiert!“

Die ganze Gemeinde gratuliert unserem Steffen Launer zu diesem Riesenerfolg.

 
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