Home > Aktuelles > Viele Gratulanten bei der Feierstunde zum 100-jährigen Jubiläum des Krankenpflegevereins (02.03.2006)

02.03.2006
Viele Gratulanten bei der Feierstunde zum 100-jährigen Jubiläum des Krankenpflegevereins
Bild Nr. 1 in voller Auflösung anzeigen
[1] (39 kB - 550x361 Pixel)
Bild Nr. 2 in voller Auflösung anzeigen
[2] (33 kB - 550x375 Pixel)
Bild Nr. 3 in voller Auflösung anzeigen
[3] (41 kB - 550x340 Pixel)
Bild Nr. 4 in voller Auflösung anzeigen
[4] (41 kB - 550x553 Pixel)
Bild Nr. 5 in voller Auflösung anzeigen
[5] (39 kB - 550x562 Pixel)
Bild Nr. 6 in voller Auflösung anzeigen
[6] (40 kB - 550x399 Pixel)
Bild Nr. 7 in voller Auflösung anzeigen
[7] (37 kB - 550x550 Pixel)
Bild Nr. 8 in voller Auflösung anzeigen
[8] (39 kB - 550x318 Pixel)

Aus Anlass des einhundertjährigen Vereinsjubiläums fand am Freitag der letzten Woche im Bürgersaal des Rathauses eine Feierstunde statt. Zahlreiche Gäste, Vereinsmitglieder, interessierte Einwohnerinnen und Einwohner sowie Amts- und Würdenträger aus Kirche und Politik gaben dem Krankenpflegeverein die Ehre ihres Besuchs.

Die Anwesenheit von Msgn. Karl Edelmann als Vertreter der katholischen Kirchengemeinde unterstrich die ökumenische Ausrichtung des Vereins, die schon lange praktiziert wird und seit 2004 auch in der Präambel der Vereinssatzung zum Ausdruck kommt.
 
Mit Herrn Bundestagsabgeordneten Clemens Binninger war auch ein Vertreter der Bundespolitik anwesend, um sich über die Geschichte und die aktuellen Aufgaben des Vereins zu informieren.
 
Pfarrer Götz Krusemarck, der momentan den Vorsitz des Vereinsvorstands innehat, ging ausführlich auf die geschichtlichen Entwicklungen ein, die ab 1848 zur Gründung der Vorgängerorganisationen des Diakonischen Werkes führten. Der gemeinsame Gedanke war, die christliche Nächstenliebe auch praktisch zu leben und den Schwachen und Kranken zur Seite zu stehen. Diese, von der amtlichen Kirche zunächst ungern gesehene Entwicklung führte zur Gründung der Diakonissenhäuser, deren Diakonissen später als  „Glaubens-, Liebes- und Hoffnungsboten“ so segensreich in vielen Gemeinden wirkten. So auch in unserer Gemeinde, in der im Jahre 1908, zwei Jahre nach der Vereinsgründung, die erste Haller Diakonisse ihren Dienst aufnahm.
 
Stellvertretend für alle Gemeindeschwestern dankten Pfarrer Götz Krusemarck und Bürgermeister Wolfgang Lahl den anwesenden aktiven und ehemaligen Gemeindeschwestern Ursula Debri, Waltraud Leonhardt, Ute Manuschewski und Adelheid Kagerer für ihren unermüdlichen Einsatz für die Kranken in der Gemeinde, der immer weit über die normale Arbeitszeit hinausging.
 
Herr Alfred Schmid, Sozialdezernent des Landkreises Böblingen, ging in seinem Grußwort darauf ein, dass sich eine humane Gesellschaft daran messen lassen muss, wie sie mit ihren Kranken und Schwachen umgeht. Für ihn ist es unverzichtbar, dass die häusliche Krankenpflege durch Fachkräfte ergänzt wird mit ehrenamtlichem Engagement, wie beispielsweise in der Hospizgruppe. Auch die Nachbarschaftshilfe und die anderen Angebote des Vereins wie Seniorenfahrdienst und –mittagstisch bilden einen wichtigen Bestandteil der sozialen Infrastruktur der Gemeinde Weil im Schönbuch. 

Pfarrer Paul Bräuchle, der Vorsitzende der Diakonie- und Sozialstation Schönbuchlichtung, dankte dem Krankenpflegeverein für die aktive Unterstützung der Diakonie- und Sozialstation. Nicht nur in der gemeinsamen Trägerschaft der Diakonie- und Sozialstation zusammen mit den Kirchengemeinden, den bürgerlichen Gemeinden und den Krankenpflegevereinen Altdorf, Hildrizhausen und Holzgerlingen, sondern auch in der aktiven Unterstützung der Krankenpflege durch die Gemeindeschwestern kommt die wichtige Aufgabe der Krankenpflegevereine zum Ausdruck. Auch wenn vor fast 10 Jahren der Übergang der Krankenpflege auf die Diakonie- und Sozialstation nicht unumstritten war, bestätigen doch die immer aufwändigeren organisatorischen Zwänge und Vorgaben der Kranken- und Pflegekassen die Richtigkeit dieser Entscheidung.

Bürgermeister Wolfgang Lahl betonte in seiner Rede, dass der Krankenpflegeverein nach wie vor kein reiner Förderverein sein will, sondern eigenständige Aufgaben in unserer Gemeinde hat. An den Beispielen der Nachbarschaftshilfe, des Seniorenmittagstisches und der Hospizgruppe machte er deutlich, dass diese Vereinsaufgaben im Leben unserer Gemeinde eine wichtige Rolle innehaben. Vor allem dann, wenn mehrere ein gemeinsames Ziel verfolgen, wie beispielsweise in der Zusammenarbeit der Hospizgruppe, der IAV-Stelle und des entstehenden Pflegeheims St. Martin, wird für unsere Gemeinde Wertvolles erreicht.

In Vertretung für alle Helferinnen der Nachbarschaftshilfe, der Hospizgruppe und des Seniorenmittagstisches dankten Pfarrer Götz Krusemarck und Bürgermeister Lahl Frau Brigitte Steybe, Frau Marie-Paule Marchal, Frau Andrea Kopp und Frau Heidi Binder für ihren Einsatz in unserer Gemeinde. Frau Inge Ulmer und Frau Marianne Klöcker aus den Leitungsteams der Nachbarschaftshilfe und der Hospizgruppe konnten an diesem Abend leider nicht dabei sein.


Musikalisch umrahmt wurde der Abend vom Streichquartett des jungen Streichorchesters der freien Musikschule, das einmal mehr mit virtuosem Spiel begeisterte. Auch hierfür sei an dieser Stelle nochmals herzlich gedankt.
 
Die Feierstunde endete mit einem Stehempfang, bei dem sich die Gäste über das Gehörte austauschen konnten, was auch lebhaft geschah.
 
Aus Anlass dieses Jubiläums wurde eine Festschrift erstellt, die Vereinsmitglieder gerne in den Büros des evangelischen und des katholischen Pfarramts abholen können. Die Festschrift wird den Mitgliedern aber auch bei der Einladung zur nächsten Mitgliederversammlung zugeschickt werden. In den Pfarrämtern und im Rathaus, Zimmer 3, kann auch gerne der Eintritt in den Verein erklärt werden.



Weitere Infos
Festschrift
 
3761 Zugriffe, zuletzt am 28.04.2017, 01:45:42