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20.04.2006
Steffen Launer ist Weltmeister im Junioren-Degenfechten
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Goldmedaille und Mannschafts-Bronze im Degenfechten bei den Junioren- Weltmeisterschaften sowie Weltcup-Sieg für Steffen Launer

Unser Weilemer Degenfechter Steffen Launer, der für den SV Böblingen startet, hat bei den Juniorenweltmeisterschaften am 13. April 2006 in Taebaek City in Korea die Goldmedaille erkämpft und wurde in seiner Disziplin Weltmeister.

Aber damit nicht genug. Mit der deutschen Degenmannschaft holte er sich bei diesen Wettkämpfen auch noch die Bronzemedaille. Zuvor hat er bereits den Junioren-Gesamtweltcup gewonnen.

Die ganze Gemeinde gratuliert unserem Ausnahmesportler zu diesen grandiosen Leistungen.

Degenfechter Steffen Launer aus unserem Ortsteil Neuweiler machte sich zwei Tage vor seinem 20. Geburtstag das größte Geschenk. Im koreanischen Taebaek City holte er sich den Junioren-Weltmeistertitel nach einem 15:13 Sieg gegen Feng Wang aus China.

Es hatte sich bereits die ganze Saison über angekündigt. Mit vier Weltcupsiegen und weiteren vorderen Plätzen war das für den SV Böblingen startende Weilemer Degen-Ass als haushoher WM- Favorit angereist. Das Gesetz, dass die Gesamt-Weltcupsieger bei der anschließenden WM oft leer ausgehen, hielt aber in diesem Jahr nicht stand.

Taktisch stark und fechterisch gereift präsentierte sich Launer in Korea von Beginn an. Sicher erreichte er das Finale der besten Acht und sorgte dann für Spannung. Beim Stand von 14:14 gegen den Koreaner Hee Kang Kim setzte Launer im Viertelfinale den entscheidenden Treffer. 15:14 – eine Medaille war Launer da schon sicher.

Der Spanier David Espana , den an diesem Tag keiner auf der Rechnung hatte, konnte Launer nichts entgegensetzen. Launer servierte Espana mit 15:4 ab. Für den Kampf um Gold hatte sich auch Titelverteidiger Feng Wang (China) qualifiziert, der im Halbfinale den US – Amerikaner Benjamin Unger mit 15:9 deutlich auf die Plätze verwies. In einem ausgeglichenen Kampf ließ sich Launer am Ende nicht mehr die Butter vom Brot nehmen. Nach einer überragenden Weltcupsaison krönte Launer diese nach einem 15:13 – Erfolg mit dem Gewinn des Junioren - Weltmeistertitels.

Nach dem Gewinn des Junioren - Weltmeistertitels zeigte sich Steffen Launer in der Mannschaftskonkurrenz ebenfalls in Topform. Mit seinen Teamkollegen Emanuel Flierl (TG Rohrbach), Maximilian Mutze (FC Tauberbischofsheim) und Thomas Markovics (Heidenheimer SB) ging Launer in Korea an den Start. Überragender Mannschaftsfechter war Degen-Ass Steffen Launer, der immer wieder wichtige Treffer für sein Team setzte. Im Halbfinale ging es gegen die überraschend starken Kasachen, die bis dahin keiner so richtig auf der Rechnung hatte. Deutschland unterlag mit 41:45 und musste im kleinen Finale gegen Italien auf die Planche.

Der Kampf um Bronze gestaltete sich äußerst spannend. Immer wieder wandelte Launer Rückstände in einen Vorsprung für seine Teamkollegen um. Im neunten und letzten Durchgang ging er mit drei Treffern Rückstand ins Rennen. Er setzte Treffer um Treffer und brillierte durch seine Technik und seine Nervenstärke. Sein Kontrahent Munzone konnte dem Druck des Deutschen kaum stand halten. Beim Stande von 44:44 fiel dann der erlösende Treffer für den frisch gebackenen Junioren – Weltmeister. Steffen Launer und die deutsche Junioren – Nationalmannschaft holten sich die Bronzemedaille. Der Sieg ging an Kasachstan, das den WM – Favoriten Russland mit 25:21 auf Rang zwei verwies.

Steffen Launer zeigte nicht den Hauch einer Schwäche und überzeugte im gesamten Turnierverlauf durch seine Nervenstärke. Das Training in Böblingen mit seinem Heimtrainer Gavrila Spiridon, der ihn gleich zu Beginn der Saison an die Spitze führte, und die zahlreichen Wochenendlehrgänge am Olympiastützpunkt Tauberbischofsheim haben sich bezahlt gemacht.

Auf dem Siegertreppchen konnte Launer nicht nur die Goldmedaille für seinen WM-Titel entgegennehmen. Er erhielt zusätzlich noch die Goldmedaille für den Junioren – Weltcup – Gesamtsieg und später die Bronzemedaille im Mannschaftswettbewerb.

 
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