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03.08.2006
Weißstörche zu Besuch in unserer Gemeinde
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Nach über 50 Jahren sind in den letzten Tagen wieder einmal Störche in Weil im Schönbuch gesichtet worden. Mindestens 14 Alt- und Jungtiere wurden auf den Wiesen im Hauberg gezählt. Sogar auf dem Kamin des Hallenbades hatte es sich ein Exemplar gemütlich gemacht.

Im Schaichtal durchkämmten die Weißstörche die frisch gemähten Wiesen nach Grashüpfern. Sie kreisten auch über dem Dorf und ließen sich an verschiedenen Stellen nieder, besonders bevorzugten sie gute Aussichtsplätze wie etwa die Kamine der Schule und der Heckerwerke oder auf dem Haus Hartmann.

Störche (Ciconia ciconia) sind auf der Roten Liste als gefährdete Art verzeichnet. Das liegt vor allem daran, dass ihr typischer Lebensraum, die Feuchtwiesen, immer mehr zurückgehen und trockene Sommer wie dieses Jahr zusätzliche Probleme bereiten.

Normalerweise ernähren sich diese Vögel von Fröschen, Regenwürmern und Insekten.

Störche sind ausgezeichnete Flieger; mit ihren Flügeln bis zu 220 cm Spannweite schaffen sie auf der Reise in die Überwinterungsgebiete bis zu 1.500 km am Tag, natürlich mit Hilfe der Thermik, die sie intensiv ausnutzen. Wer sie über dem Tal fliegen sah, konnte ihre eindrucksvolle und energiesparende Flugtechnik gut beobachten.

Die Weilemer Störche waren wohl Vagabunden, nämlich solche, die dieses Jahr kein Nest gebaut und nicht gebrütet haben. Diese Tiere schließen sich zusammen und ziehen in Gruppen umher. So hatten auch wir hier wieder einmal die Chance, sie zu sehen.

 
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