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30.11.2006
Initiative "Bürger für Bürger" erhält Preis
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Im Zeichen des Weinstocks

Für eine beispielhafte ehrenamtliche Initiative für Integrationsarbeit erhielt die ökumenische Einzelfallhilfe "Bürger für Bürger" (Weil im Schönbuch, Dettenhausen, Neuweiler und Breitenstein) auf der Bundesversammlung der Caritas Konferenzen Deutschlands den Preis "Im Zeichen des Weinstocks", der alle 2 Jahre deutschlandweit verliehen wird. Tabea Fischer und Gerhard Frech nahmen ihn am 11. November 2006 in Bad Honnef entgegen.

Vor genau 5 Jahren wurde "Bürger für Bürger" offiziell ins Leben gerufen. Gerhard Frech hatte eine Idee von Pfarrer Karl Edelmann aufgegriffen und mit seiner unkonventionellen Art umgesetzt: Bürger helfen Bürgern, die in Not oder in eine Lage geraten sind, aus der sie ohne Hilfe nicht heraus kommen können. Es ent-wickelte sich eine Gruppe von Bürgern mit den verschiedensten Kompetenzen, die in fast allen Lebenslagen Hilfe leisten oder wenigsten zu anderen Institutionen weiter vermitteln kann.

Im Dezember 2001 wurde "Bürger für Bürger" als ökumenische Einzelfallhilfe in der juristischen Trägerschaft der kath. Kirchengemeinde St. Johannes Baptist in Weil im Schönbuch gegründet. Von Familienbesuchen im Gefängnis, der Vermittlung von Unterkünften bei in Not geratenen Bürgern über spontane Familienhilfe im Krankheitsfall bis hin zur Vermittlung von Schachpartnern für Schulklassen konnte "Bürger für Bürger" helfen.

Durch die Kontakte mit der Caritas und Caritas Konferenzen Deutschland wurden die "Bürger für Bürger" im Jahr 2003 auf die Situation der russischen Übersiedler in Weil aufmerksam. Im Übergangswohnheim in der Lachentalstraße wurde auf Anregung von dessen Leiter Willi Wurster eine regelmäßige Sprechstunde eingerichtet, die Maria Münkel und Gerhard Frech bedienten. Für die Kinder wurden Internetkurse und in Zusammenarbeit mit INVIA Sprachkurse durchgeführt.

Als zum Tag der offenen Tür fast niemand das Übergangswohnheim besuchte, organisierten Gerhard Frech und Maria Münkel mit den Übersiedlern eine Aktion "Essen aus unserer Heimat" auf dem Wochenmarkt in Weil. Maria Münkel lud Kinder und Jugendlichen der russischen Übersiedler zu Aktivitäten der Jugend-gruppen der Kirche ein. Es wurde zu Weihnachten und Ostern im Wohnheim gemeinsam gebacken. Die Italienische Gruppe der kath. Kirchengemeinde lud zum gemeinsamen Kochen ins Roncalli-Haus ein.

In einem Gottesdienst in der St. Johannes Baptist Kirche wurde die Lesung in russischer Sprache gelesen und in der anschließenden Adventsfeier Lieder auf russisch, italienisch und deutsch gesungen.

Um ihre neue Heimat besser kennen zu lernen, waren sie zur Weilbegehung, zum Besuch der Bücherei, zum Eisessen und zu Tagesausflügen an den Bodensee oder in die Pfalz eingeladen. Die Übersiedler aus Russland wünschen den Kontakt zu den Menschen im Ort. Sie wollen unsere Sprache üben. Sie wollen uns kennen lernen.

 

 

 
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