Home > Aktuelles > Feierliche Verabschiedung von Wolfgang Scherbaum (20.09.2007)

20.09.2007 Veröffentlichungsdatum: 20.09.2007
Feierliche Verabschiedung von Wolfgang Scherbaum
Bild Nr. 1 in voller Auflösung anzeigen
[1] (57 kB - 550x352 Pixel)
Bild Nr. 2 in voller Auflösung anzeigen
[2] (66 kB - 550x707 Pixel)
Bild Nr. 3 in voller Auflösung anzeigen
[3] (60 kB - 550x557 Pixel)
Bild Nr. 4 in voller Auflösung anzeigen
[4] (65 kB - 550x663 Pixel)
Bild Nr. 5 in voller Auflösung anzeigen
[5] (50 kB - 550x713 Pixel)
Bild Nr. 6 in voller Auflösung anzeigen
[6] (46 kB - 550x581 Pixel)
Bild Nr. 7 in voller Auflösung anzeigen
[7] (63 kB - 550x621 Pixel)
Bild Nr. 8 in voller Auflösung anzeigen
[8] (46 kB - 550x699 Pixel)
Bild Nr. 9 in voller Auflösung anzeigen
[9] (67 kB - 550x825 Pixel)
Bild Nr. 10 in voller Auflösung anzeigen
[10] (52 kB - 550x313 Pixel)
Bild Nr. 11 in voller Auflösung anzeigen
[11] (48 kB - 550x442 Pixel)
 

Nur wenige Tage werden Wolfgang Scherbaum zum 38-jährigen Jubiläum in der Gemeindeverwaltung Weil im Schönbuch fehlen, wenn er im November 2007 in den Ruhestand geht. In Rahmen einer öffentlichen Sitzung des Gemeinderats im Turnerheim wurde der langjährige Leiter des Hauptamts am 11. September 2007 feierlich verabschiedet.

Wohl selten waren in einer Gemeinderatssitzung so viele Gäste zugegen. An die 200 Bürgerinnen und Bürger, Gemeinderäte und Ortschaftsräte, ehemalige und momentane Bürgermeister und Beschäftigte der Gemeinde, Vertreter der Vereinsvorstände und der Kirchengemeinden wollten bei dieser Verabschiedung dabei sein.

Bevor Bürgermeister Wolfgang Lahl die Urkunde zur Versetzung in den Ruhestand übergab, ließ er die beruflichen Stationen von Wolfgang Scherbaum Revue passieren. Nach der 1961 begonnenen und damals noch 6-jährigen Berufsausbildung und der ersten beruflichen Station im Regierungspräsidium Nordwürttemberg folgte am 4. November 1969 der erste Arbeitstag im Weilemer Rathaus. Hier war es dann nach ersten Aufgaben in den Rathäusern Breitenstein und Neuweiler das Hauptamt, mit dem Wolfgang Scherbaum weithin identifiziert wird.

Umgerechnet auf 221.856 Fußballspiele, so stellte Bürgermeister Wolfgang Lahl fest, war der angehende Ruheständler ein geradliniger und fairer Chef des Hauptamts, ein besonnener, höchst aufrichtiger und loyaler Amtsleiter. Beispielhaft war die gewissenhafte Vorbereitung und Durchführung der Wahlen. Oft konnte bei dem verdienten Abschlussbier am Wahlabend festgestellt werden, dass das Weilemer Wahlergebnis wieder einmal am schnellsten vorlag.

Ein besonderes Kapitel war für den Bürgermeister das Mitteilungsblatt, welches Wolfgang Scherbaum mit Genauigkeit, Pünktlichkeit und Engagement Woche für Woche nicht nur zusammentrug, sondern auch durch eigene Berichte ergänzte. Die Vereine fanden bei ihm immer ein offenes Ohr für ihre Veröffentlichungen, selbst wenn auch er es nicht ermöglichen konnte, in einer Woche zwei Titelseiten herauszugeben.

Auch die Organisation der 800-Jahr-Feier und das damals eingeführte „Goldene Buch" der Gemeinde sind untrennbar mit dem Namen Wolfgang Scherbaum verbunden.

Am wichtigsten, so Bürgermeister Wolfgang Lahl, war die offene, ehrliche und direkte Art, mit der Wolfgang Scherbaum und „sein Hauptamt" stets bürgerfreundlich und respektvoll den „Kunden", nämlich den Mitbürgerinnen und Mitbürgern, begegneten.

Im Namen aller Bürgerinnen und Bürger, aller Beschäftigten des Gemeindeteams, der Gemeinde- und Ortschaftsräte und auch ganz persönlich dankte der Bürgermeister für das Engagement und den Einsatz zum Wohle von Weil im Schönbuch, Neuweiler und Breitenstein, dankte für die „Ära Scherbaum". Er sei ein Mensch, der nicht nur Spuren, sondern Eindrücke hinterlassen hat.

Mit der Aushändigung der Urkunde zur Versetzung in den Ruhestand beginnt nun ein neuer Lebensabschnitt, so der Bürgermeister, für den er Wolfgang Scherbaum alles erdenklich Gute und vor allem natürlich Gesundheit wünschte.

Die Liste der weiteren Redner spiegelte die Bandbreite der beruflichen und persönlichen Kontakte aus über 46 Jahren Berufstätigkeit in der öffentlichen Verwaltung wieder.

So war Landrat Bernhard Maier nicht als Leiter der Kreisverwaltung zugegen, sondern als Kollege aus dem gleichen Vorkurs, mit dem 1961 als Kanzleigehilfen beider Berufsausbildung begann. Die nicht nur beim Lernen, sondern auch beim gemeinsamen „Fußballspielen, Kartenspiel und Feiern" entstandenen persönlichen Kontakte blieben bestehen. Für Landrat Bernhard Maier passten Wolfgang Scherbaum und die Weilemer immer gut zusammen, denn für beide gelte: „harte Schale, weicher Kern". Nach fast 40 Jahren als „Innenminister" der Gemeinde, die von Treue, Gradlinigkeit und Beständigkeit geprägt sind, wünschte der Landrat nunmehr Wolfgang Scherbaum für den bevorstehenden nächsten Lebensabschnitt „ad multos annos", noch viele Jahre.

Für die Kolleginnen und Kollegen aus der Gemeindeverwaltung sprach der Vorsitzende des Personalrats, Dieter Centmayer, der besonders auf die gute Zusammenarbeit mit dem angehenden Ruheständler einging. Loyalität, Verlässlichkeit, Verantwortungsbewusstsein und Pflichtgefühl gegenüber den drei Bürgermeistern, Offenheit, Ehrlichkeit, Kooperationsbereitschaft und Fairness gegenüber den Mitarbeiterinnen, diese Eigenschaften machten Wolfgang Scherbaum zu dem geschätzten Amtsleiter, Kollegen und Vorgesetzten, als den ihn alle kennen, die mit ihm zusammenarbeiteten. Auch das gemeinsame Feiern, wenn wieder einmal alles wie am Schnürchen geklappt hatte, war kennzeichnend für das Hauptamt.

Im Namen aller Beschäftigten dankte Dieter Centmayer für die gute, vertrauensvolle und kollegiale Zusammenarbeit. Für den neuen „entschleunigten" Lebensabschnitt wünschte der Personalratsvorsitzende viel Freude, Gesundheit und die nötige Muße, sich den Dingen zu widmen, die bis jetzt zu kurz kamen.

Für Pfarrer Götz Krusemarck war die langjährige Zusammenarbeit mit Wolfgang Scherbaum geprägt von den Kontakten bei der Herausgabe des gemeindlichen Mitteilungsblatts. Er war für die evangelischen Kirchengemeinden Weil im Schönbuch, Breitenstein und Neuweiler ein zuverlässiger Partner, der Verständnis hatte, wenn die Texte für das Mitteilungsblatt einmal nicht ganz pünktlich waren. Hoch anzurechnen sei ihm, dass er mitgedacht habe, wenn bei den Manuskripten einmal etwas nicht ganz stimmig war.

Mit dem (verkürzt wiedergegebenen) Segensspruch:

„Der Herr segne dich; er mache dich frei von allen inneren und äußeren Zwängen. Er gebe dir Mut und Kraft, deinen eigenen Weg zu gehen. Er behüte dich und schütze dich vor allem Unheil. Nie sollst du dich verlassen fühlen und widrigen Umständen hilflos ausgesetzt sein. Er stelle dir jederzeit einen guten Menschen zur Seite. Er lasse sein Antlitz über dir leuchten, sei dir gnädig"

wünschte Pfarrer Krusemarck Wolfgang Scherbaum alles Gute für den bevorstehenden Ruhestand.

Im Vorgriff auf die bevorstehenden Änderungen bei der katholischen Kirchengemeinde St. Johannes Baptist verabschiedeten Pfarrer Karl Edelmann und Iris Frech, die zweite Vorsitzende des Kirchengemeinderats, Wolfgang Scherbaum gemeinsam. Pfarrer Edelmann sah neben dem gemeinsamen Vornamen weitere Parallelen zum heiligen Wolfgang von Regensburg. Nicht nur, dass beide aus Schwaben stammen, bei beiden sah Pfarrer Edelmann eine gewisse „Gscheitheit und Knitzigkeit" und einen guten Christen. Die besten Wünsche der katholischen Kirchengemeinde begleiten Wolfgang Scherbaum in den Ruhestand.

Wolfgang Dreher verabschiedete Herrn Scherbaum als Vorsitzender des Vereinsrings im Namen aller örtlichen Vereine. Er dankte ihm für die vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit mit den Vereinen und würdigte die lange Verbundenheit von Wolfgang Scherbaum mit der Gemeinde Weil im Schönbuch, die ihm nicht nur Arbeitgeber war, sondern ans Herz gewachsen ist. Die jahrzehntelange Erfahrung hätte aus ihm einen „Verwaltungsfuchs" gemacht, der mit Genugtuung auf sein Wirken in Weil im Schönbuch zurückschauen kann. Er wünschte Wolfgang Scherbaum alles Gute für einen Lebensabschnitt, der sich nicht mehr am täglichen Terminkalender ausrichten muss.

Natürlich kann eine solche Verabschiedung nicht ohne Ansprache der Hauptperson zu Ende gehen. Sichtlich bewegt dankte Wolfgang Scherbaum für die Worte der Vorredner. Der 4. November 1969 sei für ihn ein Schicksalstag gewesen, der nicht nur der Beginn von fast 4 Jahrzehnten erfüllter Arbeit für die Gemeinde Weil im Schönbuch war, sondern auch zu vielen wertvollen Freundschaften und Kontakten, zu vielen bereichernden Erfahrungen führte. Die gute Zusammenarbeit mit seinen „Chefs" und mit den Gemeinderäten, mit den ehemaligen und aktiven Beschäftigten und vor allem mit „seinem mittleren Stock" hätten bewirkt, dass er mit Zufriedenheit an das Geschaffene und an den bevorstehenden Ruhestand denke, „..wenn man kann und nicht mehr muss". Er sei stolz, dabei gewesen zu sein.

Mit einigen Zeilen aus Hermann Hesses Gedicht „Stufen"

„..es muß das Herz bei jedem Lebensrufe

bereit zum Abschied sein und Neubeginne,

um sich in Tapferkeit und ohne Trauern

in andre, neue Bindungen zu geben.

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,

der uns beschützt und der uns hilft, zu leben."

verabschiedete sich Wolfgang Scherbaum von den Gästen dieses Abends.

Dass die Würdigung des Wirkens von Wolfgang Scherbaum durch die Redner dieses Abends den Anwesenden aus dem Herzen sprach, zeigte der minutenlange Applaus nach seinen Abschiedsworten.

Eine gelungene Überraschung für Wolfgang Scherbaum war die musikalische Umrahmung des Abends durch die Bläser der Ehinger Stadtkapelle, die von einem ehemaligen Kollegen und heutigen Stadtmusikdirektor Walter Nittka geleitet wurden.

In einem anschließenden Stehempfang hatten die Gäste dieses Abend reichlich Gelegenheit, sich über die persönlichen Erinnerungen an die Zusammenarbeit mit Wolfgang Scherbaum auszutauschen.

 
5670 Zugriffe, zuletzt am 26.07.2017, 23:35:34