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22.11.2007 Veröffentlichungsdatum: 22.11.2007
Gute Resonanz bei der Trauerfeier zum Volkstrauertag
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Die Trauer der Angehörigen um Opfer von Krieg und Gewalt betrifft alle Religionen und Konfessionen. Deshalb wurde die Trauerfeier zum Volkstrauertag am Sonntag, 18. November, zum ersten Mal nach einem ökumenischen Gottesdienst abgehalten. Nach dem von Pfarrer Vogelgsang und Pfarrer Edelmann gemeinsam abgehaltenen Gottesdienst in der Martinskirche begann die Trauerfeier am Ehrenmal mit einem vom Musikverein in bewährter Weise vorgetragenen Musikstück.

In seiner Gedenkrede betonte Bürgermeister Wolfgang Lahl, dass die Trauerfeier zum Volkstrauertag dem Gedenken an die getöteten Soldaten und Zivilisten auf beiden Seiten der Fronten diene und auch all diejenigen umfasse, welche durch Flucht und Vertreibung viel Leid erfahren haben.

Zu gedenken sei auch an die vielen Toten der Kriege, die seitdem und heute noch auf der ganzen Welt geführt wurden und werden, so Bürgermeister Lahl. Weit über 100 Kriege, Bürgerkriege und Konflikte hätten die Welt in den letzten 60 Jahren erschüttert und betroffen gemacht. Die Trauer um die Toten von damals stehe nicht nur gegen das Vergessen der Opfer, sondern mache wachsam gegen jede Gewöhnung an Leid und Unrecht und gegen jede neue Gewöhnung an Krieg als Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln.

Trauer führe zum Widerstand gegen alles, was Menschen und ein menschliches Miteinanderleben auf unserer einen Welt gefährdet, entwürdigt und verletzt. Trauer durchstoße die Mauer des Vergessens und Verdrängens, hinter denen wir uns so gerne verstecken, wenn das neue Elend nur weit genug von uns weg ist. Trauer um die Opfer von gestern und heute mache uns fähig zum Einsatz für Gerechtigkeit und Frieden.

Nach einer Schweigeminute zum Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt legte Bürgermeister Wolfgang Lahl einen Kranz am Ehrenmal vor der Martinskirche nieder, während der Musikverein traditionell das Lied „Ich hatte einen Kameraden" anspielte.

Mit einem Choral endete die diesjährige Trauerfeier zum Volkstrauertag.

Ausdrücklich gedankt sei dem Musikverein für die musikalische Umrahmung der Trauerfeier und der freiwilligen Feuerwehr, die für vom Fahrzeugverkehr ungestörte Trauerfeier sorgte.

 
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