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25.01.2008 Veröffentlichungsdatum: 25.01.2008
Volles Haus beim Neujahrsempfang der Gemeinde
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Am Sonntag, den 20. Januar 2008 hatte die Gemeinde zum traditionellen Neujahrsempfang eingeladen. Über 250 Gäste, darunter die Bundestags- und Landtagsabgeordneten Clemens Binninger, Paul Nemeth und Stephan Braun, waren bei frühlingshaftem Wetter in die Neuweiler Halle gekommen, um an dem gemeinsam mit der ökumenischen Initiative „Bürger für Bürger" durchgeführten Empfang der Gemeinde teilzunehmen.

Eingeleitet wurde der Neujahrsempfang in musikalischer Weise durch ein Celloquartett des „Jungen Streichorchesters", welches den gesamten Neujahrsempfang musikalisch umrahmte. Wobei „jung" wörtlich genommen werden konnte, denn alle vier Cellisten stehen, auch was das Lebensalter betrifft, noch ganz am Anfang ihrer Karriere.

In seinem Rückblick auf das Jahr 2007 ging Bürgermeister Wolfgang Lahl zunächst auf die herausragenden kulturellen und sportlichen Ereignisse in unserer Heimatgemeinde ein, von denen das letzte Jahr ja geradezu geprägt war. Angefangen bei dem ehrgeizigen Jubiläumsprogramm der Turnabteilung in der Sportvereinigung über herausragende sportliche Einzelleistungen von Jochen Käß, Lars und Jan Platter, Nadine Hoffmann und Tatjana Jörg bis zur Top-Mannschaftsleistung der Frauen in der B-Jugend der HSG Schönbuch, ließ der Bürgermeister die herausragendsten sportlichen Leistungen Revue passieren.

Nicht minder bedeutsam für die Gemeinde war die breitgefächerte Palette der kulturellen Angebote, so der Bürgermeister. Der steile Karriereweg des inzwischen internationalen Zaubermeisters Timo Marc, die Erfolge des jungen Streichorchesters und der Waldkulturtag waren Belege für den hohen Stellenwert des kulturellen Lebens in der Gemeinde Weil im Schönbuch.

Im sozialen Bereich sah Bürgermeister Wolfgang Lahl die Gemeinde dank des sorgfältig aufeinander abgestimmten Zusammenspiels ehrenamtlichen Engagements und öffentlicher Strukturen gut aufgestellt. Beispielhaft nannte der Bürgermeister die Patenaktion von „Bürger für Bürger", um Jugendlichen aktiv beim Übergang von Schule in den Beruf zur Seite zustehen. Ein würdiges und lebenswertes „Alt werden mitten im Ort" in der Seniorenwohnanlage Seegärten und im Haus Martinus wird unter Anderem durch das enorme ehrenamtliche Engagement erreicht, welches in beiden Häusern Abwechslung in den Alltag bringt.

Für die öffentlichen Einrichtungen war 2007 trotz der Fortsetzung des Konsolidierungskurses im Gemeindehaushalt ein „Energiesparjahr". Mit dem Vollwärmeschutz am Altbau der Grund- und Hauptschule, dem weiter angewachsenen Vorsprung der Gemeinde in der Solarbundesliga und der Erdgasversorgung in Neuweiler standen wichtige „Energiethemen" im Blickpunkt.

Die am weitesten reichenden Auswirkungen im Jahr 2007 wird jedoch, so Bürgermeister Wolfgang Lahl, der Gemeindeentwicklungsplan „Weil im Schönbuch - 2025" haben, den der Bürgermeister als „roten Faden für eine verlässliche und nachhaltige Kommunalpolitik" bezeichnete. Bereits bei zwei Schwerpunktmaßnahmen ist die Umsetzung konkret absehbar.

Sehr erfreulich, so der Bürgermeister, war die gewerbliche Entwicklung in unserer Gemeinde. Sowohl im größeren Maßstab wie bei den Firmen GST und Brose im Gewerbepark Sol als auch bei den Einzelhändlern im Ort war durchweg eine positive Entwicklung festzustellen, die Mut für die Zukunft macht.

Die derzeit bedeutendste Aufgabe der Gemeinde stellte der Bürgermeister an das Ende des Rückblicks auf 2007. Die „Kindergemeinde Weil im Schönbuch" sah er auf einem guten Weg, der in einigen Angeboten den gesetzlichen Forderungen bereits voraus ist. In Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Kindergarten/Kinderbetreuung wurden neben den 400 normalen Kindergartenplätzen weitere 32 Plätze für ein- bis dreijährige Kinder geschaffen und eine Krippengruppe eingerichtet.

Das vielfältige zeitliche Angebot reicht von der Betreuung der jüngsten Kinder über Regelbetreuung und verlängerte Öffnungszeiten bis zur Ganztagsbetreuung im Kindergarten und wird fortgesetzt durch die Kernzeitenbetreuung und den Hort an der Schule. Die Gemeindekindergärten und der Waldkindergarten haben unterschiedliche pädagogische Schwerpunkte. Für den laufenden Betrieb in der Kinderbetreuung gibt die Gemeinde jedes Jahr 1,4 Millionen EUR aus und setzt so bewusst auf die Kinder in unserer Gemeinde, die letztlich unsere Zukunft sind.

Das noch junge Jahr 2008 ist für Bürgermeister Wolfgang Lahl haushaltsmäßig erneut unter den Stichworten „Konsolidierung und Sparen„ zu sehen, um die Projekte aus dem Gemeindeentwicklungsplan auch schultern zu können. Durch die Reduzierung des Schuldenstands auf geplante 343 Euro je Einwohner wird die Gemeinde erstmals seit langem unter den Landesdurchschnitt für Gemeinden unserer Größenklasse sinken. Die Pflicht der Gemeinde sei es, durch die Fortführung der konsequenten Haushaltskonsolidierung für uns und für die kommenden Generationen wieder Gestaltungsmöglichkeiten zu schaffen.

Ein auch für die Gemeinde Weil im Schönbuch bedeutendes Zukunftsthema ist der geplante Ausbau der zweiten Start- und Landebahn am Stuttgarter Flughafen und die Verkürzung des Nachtflugverbots, so der Bürgermeister. Ein wichtiger Schritt zur gemeinsamen Vertretung der betroffenen Kommunen ist das Aktionsbündnis gegen den Ausbau, dem bereits 31 Gemeinden angehören. Unter lautem Beifall versicherte Bürgermeister Wolfgang Lahl die Landtagsabgeordneten Paul Nemeth und Stephan Braun der Rückendeckung durch die Gemeinde Weil im Schönbuch für ihre ablehnende Haltung zur zweiten Startbahn.

Nach den besten Wünschen von Bürgermeister Wolfgang Lahl für das Jahr 2008 stellte zunächst Pfarrer Karl Edelmann die Anfänge und Hintergründe der ökumenischen Initiative „Bürger für Bürger" vor. Pfarrer Edelmann, der zuvor „die Messe zelebriert hatte wie der Teufel, um rechtszeitig in Neuweiler zu sein" betonte zwei Grundgedanken der Initiative. Es gehe darum, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten, denn es nütze nichts, etwas zu tun, was Hilfebedürftige selber tun können. Zu betonen sei außerdem, dass diese Initiative von vornherein ökumenischen Charakter hatte und auch weiterhin haben soll. Den großen Vorteil von „Bürger für Bürger" sah Pfarrer Edelmann darin, dass sich hier auf freiwilliger Basis Personen mit Menschenkenntnis, Lebenserfahrung und hoher Kompetenz in sozialer und sachlicher Hinsicht einbringen.

Gerhard Frech, der oftmals auch koordinierende Aufgaben bei „Bürger für Bürger" übernimmt, stellte anschließend in vielen Bildern Beispiele der öffentlichen Angebote von „Bürger für Bürger" vor. Beispielhaft wurden die Anfänge im Jahr 2003 mit Aktionen von Übersiedlern auf dem Wochenmarkt über Berufstrainings bis hin zum höchst erfolgreichen Patenschaftsmodell vorgestellt.

Die Anerkennung für die Leistungen dieser ökumenischen Initiative wurde in dem langandauernden Beifall nach den Schlussworten von Gerhard Frech deutlich.

Nach einem abschließenden Musikstück des Celloquartetts des „Jungen Streichorchesters" bot ein Stehempfang reichlich Gelegenheit, sich über das Gehörte auszutauschen.

 

 

 

 
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