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18.04.2008 Veröffentlichungsdatum: 18.04.2008
Krankenpflegeverein Weil im Schönbuch
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Am 8. April 2008 fand im Bürgersaal die diesjährige Mitgliederversammlung des Krankenpflegevereins Weil im Schönbuch e. V. statt. Neben den Beiratskollegen und dem 2. Vorsitzenden, Bürgermeister Lahl, konnte der Vorsitzende, Pfarrer Vogelgsang, an diesem Abend erfreulicherweise noch 108 weitere Vereinsmitglieder und Gäste begrüßen. Der Bürgersaal war bis auf den letzten Platz besetzt.

In seinem Bericht ging Pfarrer Vogelgsang auf die Veränderungen und Aufgaben des Vereins im Jahr 2007 ein. Beim Seniorenfahrdienst, welcher an drei Wochentagen angeboten wird, kam aus der Bevölkerung die Anfrage, ob nicht auch eine Fahrt zum Friedhof angeboten werden könnte. In der Beiratssitzung wurde angeregt, auch für die Bewohner in Weil Nord eine Anbindung an den Fahrdienst zu ermöglichen. Der Vorschlag, den Fahrdienst ab Mai 2008 an einem Wochentag entsprechend zu erweitern, wurde von den Mitgliedern einhelllig begrüßt. Über die Änderungen werden wir in einem der nächsten Nachrichtenblätter ausführlich berichten. Der Vorsitzende berichtete über die weiteren Aufgaben des Vereines, wie Seniorenmittagstisch, Nachbarschaftshilfe, Mitfinanzierung der IAV-Stelle und finanzielle Beteiligung an der Diakonie- und Sozialstation Schönbuchlichtung.

Im Anschluss daran gab die Pflegedienstleiterin Frau Schiller einen Einblick in die Arbeit der Diakonie- und Sozialstation. Im letzten Jahr haben die Weilemer Schwestern insgesamt 98 Patienten betreut.

Aus dem Bericht der Nachbarschaftshilfe, welcher von Frau Kopp vorgetragen wurde, ging hervor, dass im vergangenen Jahr von 15 Helferinnen 1.460 Einsatzstunden an wertvollen Hilfeleistungen in 28 Einsatzhäusern erbracht wurden. Die Nachbarschaftshilfe feiert in diesem Jahr ihr 25jähriges Bestehen.

Die neue Leiterin der Hospizgruppe, Frau Charlotte Hollinger, berichtete aus dem Alltag der Hospizgruppe und betonte, dass die Helferinnen nicht nur zu Sterbenden, sondern ganz besonders auch zu schwerkranken Menschen kommen, um ihnen und deren Angehörigen beizustehen. Sie gab einen Ausblick auf die weitere Arbeit. So sind mehrere Veranstaltungen wie z. B. ein Theater und ein Tag des Friedhofs geplant.

Die Vereinsrechnerin, Frau Göller, gab zuerst die Entwicklung des Mitgliederstandes bekannt, welcher im vergangenen Jahr leicht zurückging auf 865 Mitglieder. Danach stellte sie den Rechnungsabschluss des Jahres 2007 vor. Das Rechnungsjahr 2007 schloss mit Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 71.020,36 € ab. Auch durch die Übernahme der Hospizgruppenkasse war die finanzielle Entwicklung im Jahr 2007 mit einer Zuführung zur Rücklage sehr positiv.

Der Rechnungsprüfer, Herr Andreas Orban, ging auf die vorgenommene Kassenprüfung ein. Er bestätigte die ordnungsgemäße Kassen- und Buchführung.

Im Anschluss an die Berichte sprach Herr Dr. Albert Ohmenhäuser aus den Reihen der Mitglieder seinen Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit aus. Er beantragte die Entlastung des Vorstandes und der Vereinsrechnerin. Die Versammlung folgte diesem Antrag und entlastete die gesamte Vorstandschaft einstimmig. Herr Dr. Ohmenhäuser wünschte sich für die Zukunft eine verstärkte Zusammenarbeit von Krankenpflegeverein und Freundeskreis für das Pflegeheim, seien es doch gleichartige Ziele, welche beide Vereine verfolgten.

Pfarrer Vogelgsang dankte allen und bat die Mitglieder, diese Informationen über die wichtige Arbeit und die Aufgaben des Krankenpflegevereins weiterzutragen in die Gemeinde, damit neue Mitglieder gewonnen werden können.

Danach musste gemäß der Vereinssatzung der Mitgliedsbeitrag für das Jahr 2008 beschlossen werden. Auf Vorschlag von Pfarrer Vogelgsang wurde der Mitgliedsbeitrag für 2008 einstimmig in der bisherigen Höhe von 20,00 € festgesetzt.

Die Vereinsrechnerin stellte daraufhin den Haushaltsplan 2008 vor. Im Jahr 2008 sind Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 64.580 € geplant, wobei eine Entnahme aus der Rücklage vorgesehen ist. Ohne größere Diskussion nahm die Versammlung den Haushaltsplan 2008 zur Kenntnis und stimmte diesem einstimmig zu.

Nachdem keine weiteren Anfragen vorgetragen wurden, sprach auch Bürgermeister Lahl seinen Dank der bürgerlichen Gemeinde an den Krankenpflegeverein für die Erfüllung der vielfältigen sozialen Aufgaben aus.

Nun richtete sich nach dem offiziellen Teil der Augenmerk ganz besonders auf die  Arbeit der Hospizgruppe. Denn nach 12 Jahren vorbildlicher ehrenamtlicher Arbeit im Leitungsteam der Hospizgruppe haben Frau Brigitte Steybe, Frau Marianne Klöcker und Frau Marie-Paule Marchal im vergangenen Jahr beschlossen, kürzer zu treten. Deshalb wurde nun diese öffentliche Mitgliederversammlung zum Anlass genommen, das bisherige Leitungsteam zu verabschieden.

„Wir können nicht große Dinge tun, nur kleine, mit großer Liebe".

Mit diesen Worten von Mutter Teresa begann Pfarrer Vogelgsang seine Abschiedsworte und er schilderte die Gründung der Hospizgruppe im Jahr 1995. Den Dankesworten schlossen sich auch Bürgermeister Lahl für die bürgerliche Gemeinde und Herr Frech im Auftrag der Katholischen Kirchengemeinde an. Die erstaunliche Entwicklung der Hospizgruppe, welche derzeit 29 Helferinnen zählt, wurde in einem Bildvortrag von verschiedenen Helferinnen eindrücklich dargestellt.

Mit einem gemütlichen Beisammensein und guten Gesprächen klang diese harmonische Mitgliederversammlung aus.

Weitere Infos
46 kbBeitrittserklärung zum Krankenpflegeverein
 
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