Home > Aktuelles > Mitgliederversammlung des Freundeskreises für das Pflegeheim Weil im Schönbuch (27.06.2008)

27.06.2008 Veröffentlichungsdatum: 27.06.2008
Mitgliederversammlung des Freundeskreises für das Pflegeheim Weil im Schönbuch
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Trotz des Viertelfinalspiels der deutschen Fußballnationalmannschaft hatten sich am Donnerstag in der letzten Woche über 30 Vereinsmitglieder zur Mitgliederversammlung des Freundeskreises für das Pflegeheim im Bürgersaal des Rathauses eingefunden. Dass die Teilnahme wichtig war zeigte sich darin, dass bei dieser Versammlung nicht nur über die Ereignisse des vergangenen Jahres berichtet wurde, sondern es wurden auch wichtige Informationen zum Pflegeheim Haus Martinus offiziell gemacht und wegweisende Beschlüsse für die künftigen Aufgaben des Vereines getroffen.

Der 1. Vorsitzende des Vereinsvorstands, Bürgermeister Wolfgang Lahl, berichtete den Mitgliedern zunächst über die Geschehnisse des vergangenen Jahres, in dem der Verein seine Mitgliederzahl mit 205 Mitgliedern fast konstant halten konnte. Alle Aktionen des Vereins hatten das Ziel, das tägliche Leben im Haus Martinus zu bereichern und in das Geschehen in der Gemeinde zu integrieren. Der vom Verein gestaltete Andachtsraum erwies sich als würdiger und mit oft über 50 Personen gut genutzter Rahmen für die wöchentlichen Gottesdienste, die für viele Bewohnerinnen und Bewohner zum wichtigen Fixpunkt im Lauf der Woche wurden. Der Verein stellte für das Musizieren im Haus Martinus ein Klavier zur Verfügung, welches großen Anklang fand. Vor allem in der Weihnachtszeit organisierte der Verein Programme für die Adventssonntage und zur Weihnachtsfeier und bereitete für alle Bewohnerinnen und Bewohner ein kleines Weihnachtsgeschenk vor.

Um die Aufgaben des Vereins und das bereits Erreichte besser darstellen zu können und der Öffentlichkeit näher zu bringen, wurde Anfang des Jahres ein Informationsprospekt entwickelt, der künftig an geeigneten Stellen ausgelegt werden und dazu beitragen soll, die Mitgliederentwicklung zu verstärken.

Was leider nicht wie beabsichtigt realisiert werden konnte, war die stärkere Einbeziehung ehrenamtlicher Kräfte im Haus Martinus, was sicherlich auch mit der unklaren Leitungssituation im Pflegeheim zusammen hing. Hier konnte der 1. Vorsitzende erfreut die offizielle Mitteilung machen, dass die Bemühungen der Kirchen, des Vereins und der Gemeindeverwaltung Erfolg hatten und dass die Leitung des Heimes jetzt mit Herrn Hans-Dieter Müller dauerhaft neu besetzt werden konnte, was er sehr begrüßte. Ausdrücklich dankte der 1. Vorsitzende den Vertretern der Kirchen im Ort, die mit ihren Stellungnahmen wesentlich dazu beitrugen, eine Änderung herbeizuführen. Dies wird nun eine neue Konzeption der ehrenamtlichen Arbeit ermöglichen, deren Grundlage es ist, diese Einsätze selber durch den Verein zu koordinieren.

Herr Hans-Dieter Müller, der zusammen mit der Pflegedienstleiterin, Frau Ulu, zur Mitgliederversammlung eingeladen war, nutzte die Gelegenheit, sich den Vereinsmitgliedern vorzustellen. Er brachte zum Ausdruck, dass eine seiner wesentlichen Aufgabe darin bestehe, einen guten Kontakt zum Leben in der Gemeinde zu schaffen, worauf er sich sehr freue.

Im Anschluss konnte die Vereinskassiererin, Frau Binder-Morton, von einem zufrieden stellenden finanziellen Verlauf des letzten Jahres berichten. Frau Bäßler hatte zusammen mit Herrn Frietsch die Kasse und Buchführung geprüft, worauf Kassiererin und Vereinsvorstand einstimmig Entlastung erteilt wurde.

Zum laufenden Jahr beschloss die Mitgliederversammlung mehrere Anschaffungen im Pflegeheim. So zeigte sich, dass das vorhandene Klavier nur in einem Stockwerk eingesetzt werden kann. Um in beiden Stockwerken eine musikalische Begleitung auf dem Klavier zu ermöglichen, wurde der Vereinsvorstand beauftragt, zu diesem Zweck ein gebrauchtes Klavier zu maximal 5.000 EUR zu erwerben. Die Mitgliederversammlung beschloss außerdem, sich am Kauf eines Verstärkersystems im Andachtsraum zu beteiligen, damit die Pfarrer bei den oft sehr gut besuchten Gottesdiensten besser gehört werden können. Schließlich ist geplant, einen Liegesessel anzuschaffen, was im Wesentlichen aus einer zweckgebundenen Spende finanziert werden soll.

Mit diesen Anschaffungen wird, so der 1. Vorsitzende, das Vereinsziel verdeutlicht. Sache des Pflegeheimes ist es, die pflegerische Betreuung der Bewohnerinnen und Bewohner zu gewährleisten. Sache des Vereines ist es, über die Möglichkeiten des Pflegeheimes hinaus durch materielle Zuwendungen und durch aktives Einbringen im Pflegeheim den Alltag im Pflegeheim zu bereichern.

Damit war die Brücke geschlagen zu dem weiteren wichtigen Thema der Mitgliederversammlung, die Neuorganisation der ehrenamtlichen Einbeziehung in das Pflegeheim. Der Vereinsvorstand schlug der Mitgliederversammlung ein neues Konzept vor, welches maßgeblich von Frau Ute Manuschewski, Herrn Dr. Albert Ohmenhäuser und Herrn Eugen Notter ausgearbeitet worden war. Dementsprechend stellten zwei der Initiatoren, Frau Manuschewski und Herr Notter, das neue Konzept persönlich vor.

Der wesentliche Unterschied des neuen Konzeptes ist, dass die Steuerung und Koordination in den Händen des Vereines liegen soll. Das Pflegeheim hatte diesem neuen Ansatz bereits zugestimmt. Geplant ist, die ehrenamtliche Arbeit im Pflegeheim in sechs Bereiche zu gliedern, wovon jeder Bereich eine für die Einteilung verantwortliche Person als Ansprechpartner erhalten soll. Vorgeschlagen wurden je eine Gruppe für die Bereiche

•-          Musik und Unterhaltung, Ansprechpartnerin Frau Ute Manuschewski

•-          Unterstützung bei der Einnahme der Mahlzeiten, Ansprechpartnerin Frau Eva Bäßler

•-          Vorlesen aus Zeitungen oder Büchern, Ansprechpartnerin Frau Marta Frietsch

•-          Begleitung bei Spaziergängen, beim Besuch von Veranstaltungen, Ausfahrten mit dem Rollstuhl, Ansprechpartnerin Frau Gudrun Tietze

•-          Hilfe bei heiminternen Veranstaltungen, Ansprechpartner Herr Eugen Notter

•-          Geburtstagsbesuche, Ansprechpartner Bürgermeister Wolfgang Lahl

Im Anschluss konnten aus den anwesenden Mitgliedern gleich einige Mitwirkende gewonnen werden, zumal gleich klargestellt war, dass die Bereitschaft, sich einzubringen, nicht automatisch zu einer ständigen Verpflichtung führt.

Dieses neue Konzept der ehrenamtlichen Mitwirkung wurde von der Mitgliederversammlung gutgeheißen und unterstützt.

Wer in einer dieser Gruppen mitwirken will, kann sich gerne bereits jetzt bei den o.g. Personen oder auf dem Rathaus bei Herrn Feitscher (Tel. 07157/1290-42) melden, der dann den Kontakt herstellen wird.

Unter dem Punkt „Verschiedenes" konnte Herr Dr. Ohmenhäuser berichten, das es jetzt gelungen war, zusammen mit der neuen Heimleitung eine erste reguläre Sitzung des Heimbeirats durchzuführen. Zur weiteren Arbeit des Freundeskreises für das Pflegeheim regte er an, die Zusammenarbeit mit dem Krankenpflegeverein zu intensivieren, da sich viele Ziele und Aufgaben der beiden Vereine decken.


Im Anschluss an diesen offiziellen Teil berichtete Frau Brigitte Till von der IAV-Stelle (Informations-, Anlauf- und Vermittlungsstelle) über ihre vielfältigen Aufgaben bei der Beratung von Hilfesuchenden. Während ein Gutteil ihrer Aufgabe darin besteht, einen Überblick in das komplexe System der staatlichen Angebote und Ansprüche zu verschaffen, gewinnt die Arbeit und Information in Gruppen wie beispielsweise Trauergruppen oder Beratungsgruppen für Angehörige von Demenzkranken immer mehr an Bedeutung. Mit einem Blumenstrauß dankte der 1. Vorsitzende Frau Till für den informativen Einblick in diese wichtige Aufgaben, die mit dem Wortungetüm „IAV-Stelle" nur unzureichend beschrieben ist.

Am Samstag, den 12. Juli 2008, wird auf dem Marktplatz ein Informationsstand des Freundeskreises für das Pflegeheim aufgebaut werden. Dabei können sich alle Interessierten bei den Vereinsvorständen über die Aufgaben und Ziele des Vereines informieren und natürlich auch nähere Auskünfte zu den geplanten Arbeitsgruppen erhalten. Zu diesem Informationsstand lädt der Vereinsvorstand bereits heute herzlich ein.

 

 
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