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30.10.2008 Veröffentlichungsdatum: 30.10.2008
Die Nachbarschaftshilfe wurde 25 Jahre alt
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In diesem Jahr feiert die Nachbarschaftshilfe ihr 25jähriges Bestehen. Aus Anlass des stolzen Jubiläums waren deshalb am 16. Oktober an die 60 Personen, die mit der Nachbarschaftshilfe verbunden sind, zur offiziellen Jubiläumsfeier in den Bürgersaal des Rathauses eingeladen. Darunter waren auch einige Helferinnen der ersten Stunde. Musikalisch umrahmt wurde der Abend von einem Quartett des Jungen Streichorchesters.

Andrea Kopp, die Leiterin der Nachbarschaftshilfe, eröffnete den Abend mit einem Rückblick auf die Entstehung der Gruppe. Großes Lob und Anerkennung für die Aufbauarbeit hatte die Leiterin für ihre Vorgängerinnen Brigitte Steybe, Heidrun Kempter und Inge Ulmer.

Zunächst umriss Andrea Kopp die Entwicklung der Nachbarschaftshilfe und ihre Aufgaben. Kleine Anekdoten, von denen die Leiterin berichtete, gaben ein Bild von der Arbeit einer Helferin in der Nachbarschaftshilfe.

Als Tochter des Krankenpflegevereins besteht für die Nachbarschaftshilfe eine große Nähe zur Kirchengemeinde und bürgerlichen Gemeinde. So ließen es sich Bürgermeister Wolfgang Lahl und Pfarrer Kurt Vogelgsang nicht nehmen, in ihren Grußworten auf die wichtigen und unverzichtbaren Angebote der Nachbarschaftshilfe einzugehen.

„Man braucht zuerst Menschen, die eine gute Idee umsetzen wollen und nicht gleich eine Organisation, die dahinter steht", mit diesen Worten lobte Bürgermeister Wolfgang Lahl die Entschlussfreudigkeit und die Energie von Brigitte Steybe, die die Nachbarschaftshilfe vor 25 Jahren ins Leben rief.

Pfarrer Kurt Vogelgsang hob die Bedeutung der Nachbarschaftshilfe für das Zusammenleben hervor. Er zeigte sich sehr zufrieden darüber. dass die Nachbarschaftshilfe schon lange dem Tochterstadium entwachsen ist und auf eigenen Füßen steht.

Für den aus Weil im Schönbuch stammenden Sozialdezernenten Alfred Schmid haben ambulante Hilfen immer Vorrang vor stationären Angeboten. Sie bieten das, was die Menschen wollen. Angesichts der Altersstruktur in der Bevölkerung würden Dienste wie die Nachbarschaftshilfe immer wichtiger.

Brigitte Steybe hatte die Aufgabe übernommen, von den Anfängen der Nachbarschaftshilfe zu berichten. „Durch Zuzüge und Veränderungen in den Familien gab es immer mehr Menschen, die am Ort ohne großen Bekannten- und Verwandtenkreis auskommen mussten. Diesen Menschen sollte in schwierigen Situationen eine Brücke gebaut werden, von Mensch zu Mensch, von Haus zu Haus also. Die Initiative wurde unter das Motto „Helfen und sich helfen lassen" gestellt. Gleich im ersten Jahr meldeten sich fast 40 tatkräftige und flexible Personen, die im Notfall einspringen konnten, wenn auf der anderen Seite eine Hilfeleistung angefordert wurde So kamen bereits nach einem halben Jahr 360 Einsatzstunden zustande."

Besonders erfreulich war, so Brigitte Steybe, dass die auch im damaligen Gemeinderat vorhandene anfängliche Skepsis schnell verschwunden war.

Drei Helferinnen der ersten Stunde (Wilhelmine Jockers, Ludwina Weitbrecht und Irmgard Betsch) waren an diesem Abend anwesend und wurden von Pfarrer Kurt Vogelgsang und Bürgermeister Wolfgang Lahl für ihr langjähriges Wirken geehrt. Blumensträuße und ein Präsent der bürgerlichen Gemeinde erhielten auch die Leiterinnen der Nachbarschaftshilfe, Brigitte Steybe, Heidrun Kempter, Inge Ulmer und Andrea Kopp.

Mit einem gemeinsamen Essen klang der Jubiläumsabend der Nachbarschaftshilfe aus.

 

Das Wichtigste zur Nachbarschaftshilfe

Die Nachbarschaftshilfe möchte älteren, betagten, kranken Menschen oder auch jungen Familien unter die Arme greifen. Sie bietet Hilfen im Haushalt, Begleitungen im Alltag, Kontaktpflege, Besorgungen u.v.m. an. Pro Stunde wird eine Aufwandsentschädigung von 7,70 Euro erhoben. Für Mitglieder des Krankenpflegevereins sind es 6,20 Euro je Stunde. Ein rechtlicher Anspruch auf die Nachbarschaftshilfe besteht nicht. Alle Helferinnen unterliegen der Schweigepflicht.

Derzeit hat Nachbarschaftshilfe etwa 20 Helferinnen. Wichtig ist für die Einsatzleitung ein großen Helfer/-innenpool, damit schnell und flexibel agiert werden kann. Der erste Kontakt wird über die „Einsatzleitung" geknüpft. Sie verschafft sich einen Überblick zur Anfrage und vermittelt dann den Kontakt mit den Helferinnen.

Die Helferinnen treffen sich in regelmäßig, um sich auszutauschen und bestimmte Themenbereiche miteinander zu bearbeiten. Auf eine gute Zusammenarbeit mit anderen sozialen Diensten und der IAV-Stelle wird Wert gelegt.

Seit 1988 gibt es mit dem Seniorenmittagstisch einen weiteren Tätigkeitsbereich. Er findet alle 14 Tage in der Seniorenwohnanlage Seegärten (Hauptstraße 62) statt. Dort bereitet die Köchin, Heidi Binder, mit Unterstützung von Nachbarschaftshelferinnen stets leckere und abwechslungsreiche Speisen zu. Beleg dafür ist der gute Zuspruch zum Mittagstisch.

Ein zum Jubiläumsjahr erstellter neuer Flyer liegt an vielen öffentlichen Stellen (z. B. Rathaus, Bücherei, Seniorenwohnanlage, Ortschaftsverwaltungen) sowie bei Kirchen und Ärzten aus

Weitere MitarbeiterInnen sind stets herzlich willkommen. Ansprechpartnerin ist die Einsatzleiterin, Andrea Kopp, Tel. 07157/537 890.

 
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