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21.11.2008 Veröffentlichungsdatum: 21.11.2008
Großer Zuspruch für die Gedenkfeier am Volkstrauertag
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Ein erfreulich großer Zuspruch der Bevölkerung konnte bei der Trauerfeier am Volkstrauertag festgestellt werden. Die Trauerfeier am Ehrenmal fand zum zweiten Mal nach einem ökumenischen Gottesdienst in der Martinskirche statt. Sie wurde in bewährter Weise musikalisch vom Musikverein umrahmt.

Durch die Trauerfeiern am Volkstrauertag soll erreicht werden, dass kein Mensch, der durch Kriege oder die Gräueltaten des Naziregimes umgekommen ist, vergessen wird, so Bürgermeister Wolfgang Lahl in seiner Rede. Er machte deutlich, dass der Volkstrauertag darüber hinaus erreichen will, das Entstehen von Gewalt und Diskriminierung zu verhindern. Der Volkstrauertag stehe für den Wunsch, endlich keine Kriege mehr zu führen und für die Hoffnung, Unrecht durch Diskriminierung entgegenzutreten Die nach wie vor hohe Bedeutung des Volkstrauertags machte er fest an aktuellen Konflikten wie dem Irakkrieg, den Afghanistan-Einsätzen der Bundeswehr oder massiven Diskriminierungen in China.

Der Volkstrauertag erinnere, so Bürgermeister Wolfgang Lahl, an das Andenken an die Toten der Weltkriege auf beiden Seiten der Fronten. Er stehe für das Leid durch Vertreibung und Flucht. Er stehe auch für die vielen Toten und zivilen Opfer der mehr als 100 seither geführten Kriege und Konflikte. Er gelte für die Opfer des Terrorismus und für die Opfer des Kampfes gegen den Terrorismus. Die Trauer solle wachsam machen gegen jede Gewöhnung an Leid und Unrecht und an die Gewöhnung an Krieg als Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln.

Angesichts von inzwischen 60 Jahren Frieden in Mitteleuropa sei der Volkstrauertag ein Zeichen, dass es sich lohne, für den Frieden einzutreten, stellte der Bürgermeister fest.

Der von Bürgermeister Wolfgang Lahl am Ehrenmal niedergelegte Kranz diene dem Gedenken an alle Opfer von Krieg und Gewalt, sei es durch Kriegshandlungen oder durch Gefangenschaft, Vertreibung oder Flucht. Erinnert werden soll an alle, die wegen ihrer Volkszugehörigkeit, Rasse, Krankheit oder Behinderung verfolgt oder getötet wurden, sowie an alle, die wegen ihres Widerstands gegen Gewaltherrschaft oder wegen ihres Festhaltens an Glauben oder Überzeugung ums Leben kamen.

In seinen Abschlussworten dankte Bürgermeister Wolfgang Lahl dem Musikverein. Besonderer Dank gebühre den beiden Kirchengemeinden, die mit ihrem ökumenischen Gottesdienst ein Zeichen der Gemeinschaft und des friedlichen Miteinanders in unserer Gemeinschaft gaben.

Mit einem vom Musikverein vorgetragenen Choral endete die Trauerfeier am Volkstrauertag.

 
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