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22.01.2009 Veröffentlichungsdatum: 22.01.2009
Großes Interesse am Neujahrsempfang der Gemeinde
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Der inzwischen zum fünften Mal veranstaltete und damit beinahe schon traditionelle Neujahrsempfang der Gemeinde Weil im Schönbuch hatte am Sonntag, den 18. Januar 2009 in der Bevölkerung reges Interesse geweckt. Die Landtagsabgeordneten Braun und Nemeth, der stellvertretende Landrat Wolf Eisenmann, Vertreter der Kirchen, Gemeinde- und Ortschaftsräte, viele Eltern und Freunde des Sieben Zwerge Waldkindergarten Weil im Schönbuch e.V. und vor allem viele interessierte Einwohnerinnen und Einwohner hatten den Weg in das Turnerheim gefunden, das voll besetzt war. Das große Interesse bestätigte die Überlegung, den Neujahrsempfang nicht als alleinige Gemeindeveranstaltung, sondern als gemeinsame Veranstaltung zusammen mit einem Partner im Ort durchzuführen.

Das 2009 anstehende zehnjährige Vereinsjubiläum des Sieben Zwerge Waldkindergarten Weil im Schönbuch e.V., der diesem Empfang mitgestaltete, war hierfür ein passender Anlass. Passend zum Verein war die Bühne im Turnerheim mit allerhand Bäumen, Sträuchern und Waldbewohnern dekoriert worden.

Bürgermeister Wolfgang Lahl lobte in seiner Begrüßung das pädagogische Konzept und das große Engagement des Vereines und hob hervor, dass in diesem Verein zwei für die Gemeinde wichtige Anliegen umgesetzt werden: die vorbildliche Kinderbetreuung, welche nahe an der Natur erfolgt. Dies sei mitentscheidend gewesen für die einstimmigen Beschlüsse im Gemeinderat, die Zusammenarbeit mit dem Verein und dessen finanzielle Unterstützung fortzusetzen.

Den richtigen Weg nach vorne kann man nur beschreiten, wenn man weiß, woher man kommt

Diese Aussage betonte Bürgermeister Wolfgang Lahl in seiner Rede und ließ zunächst das Jahr 2008 Revue passieren. Erstaunliches sei geleistet und erreicht worden.

Im sportlichen und kulturellen Bereich und bei den Vereinen zeigte sich, dass Weil eine außergewöhnlich sportliche und mit einem Durchschnittsalter unter 40 Jahren eine junge Gemeinde ist. Mit Mario Vogt, Lars Platter, Michael Binder, Stephan Stoll, Tatjana Jörg und Nadine Hoffmann und natürlich mit der HSG Schönbuch wurden Landesmeisterschaften und deutsche Meisterschaften nach Weil im Schönbuch geholt und der Namen unserer Gemeinde deutschlandweit bekannt gemacht.

Die kulturellen Höchstleistungen des Jahres 2008, so der Bürgermeister, sind mit dem Namen Timo Marc und der freien Musikschule Scheungraber verbunden. Durch die Erfolge unseres Zauberermeisters Timo Marc wird Weil im Schönbuch zusammen mit den Bühnen in Hollywood. Las Vegas, Seoul, Neu Delhi und Tokio genannt. Darauf können wir stolz sein.

Stolz sein kann auch die freie Musikschule auf die mehr als 30 Preise und Auszeichnungen, die im letzten Jahr erspielt wurden.

Auch im wissenschaftlichen Felde wurde der Name unserer Gemeinde durch den Erfolg von Robert Dapper als Landessieger bei „Jugend forscht" bekannt.

Wichtig und unverzichtbar für die „Bürgerkommune Weil im Schönbuch" seien vor allem die vielen ehrenamtlichen Leistungen unserer Vereine, Institutionen und Kirchen gewesen, hob Bürgermeister Lahl hervor und bezeichnete dies als eine der wichtigsten Säulen des täglichen Lebens, die unseren Orts lebenswert machen.

Unsere Kinder sind die einzige Verbindung zur Zukunft - eine andere gibt es nicht

Mit diesen Worten von Olof Palme begann der Bürgermeister seinen Rückblick auf den Bereich „Kinder - Jugend - Familie". Deswegen sei es auch die Pflicht der Kommunalpolitik, sich für diese Zukunft einzusetzen. Die vielen verschiedenen Zeitmodelle und die unterschiedlichen pädagogischen Ansätze der Kinderbetreuung in unserem Ort trügen dem Rechnung. Ein gutes Beispiel für die pädagogische Vielfalt sei der Waldkindergarten Sieben Zwerge e.V..

Die konsequente Ausrichtung nach Qualität durch den Bildungs- und Orientierungsplan und die neue Gewichtung der Sprachförderung in allen Kindergärten bewirken faire Chancen für alle Kinder, so der Bürgermeister. Für die finanzielle Unterstützung durch das Land Baden-Württemberg sei zu danken, den größten Anteil übernehme jedoch die Gemeinde. Er erinnerte an die einstimmigen Beschlüsse des Gemeinderats zur die Ausweitung der Sprachförderung, der Unterstützung des Mittagstisches bei Kindern in Schule und Kindergarten und die kreisweit einzigartige „WiSch-Windel"

Mit Lob und Anerkennung ging der Bürgermeister auf die hervorragende Jugendarbeit der Vereine, Kirchen und Institutionen ein. Eine wichtige Ergänzung sei die Arbeit des Gemeindejugendreferats, welche mit dem neuen Jugendkulturzentrum „Chili" mitten im Ort jetzt einen festen Platz für die offene Jugendarbeit habe.

Die Hilfe beim Übergang von Schule in den Beruf sah der Bürgermeister in unserer Gemeinde gut besetzt. Die erfolgreiche und engagierte Patengruppe, das Projekt „Was schaffst Du" und das mit dem Berufswahlsiegel Baden-Württemberg ausgezeichneten Heranführen der Schülerinnen und Schüler in der Hauptschule in die Berufswahl würden dies belegen.

In Weil im Schönbuch, so das Fazit des Bürgermeisters, wird von Familienfreundlichkeit nicht geredet. Sie wird umgesetzt, gemeinsam durch Bürgerschaft und Kommunalpolitik.

Infrastruktur, öffentliche Einrichtungen und Kommunalpolitik

Das vergangene Jahr stand wie die Vorjahre im Zeichen der Konsolidierung und dem Erhalt der Infrastruktur, berichtete der Bürgermeister. Wichtig gewesen für die Gemeinde und hervorzuheben sei der Erfolg des gemeinsamen kommunalen Bündnisses gegen den Flughafenausbau und die erste Umsetzung einer Schwerpunktmaßnahme aus dem roten Faden der Kommunalpolitik, des Gemeindeentwicklungsplans Weil im Schönbuch 2025. Die Verlagerung des Sägewerks Braun in den Gewerbepark Sol und die Wohnbebauung auf dem freigewordenen Gewerbegrundstück bezeichnete er als „Innenentwicklung par Excellence".

Zu danken sei allen Gewerbetreibenden in der Gemeinde für die Schaffung von Arbeitsplätzen, Einkaufsmöglichkeiten und die stetige Entwicklung der Gewerbesteuer, die für den Erhalt unserer Infrastruktur von existenzieller Bedeutung sei.

Weil - we can

Dieses abgewandelte Zitat verwendete Bürgermeister Wolfgang Lahl am Anfang seines Ausblicks auf die Zukunft. Die richtige Antwort auf die Krise der Finanzmärkte und deren Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland sei nicht, den Kopf in den Sand zu stecken. Es gelte vielmehr, die wirtschaftliche Entwicklung durch den Konsum aufrecht zu erhalten und jetzt zu investieren, damit die Erholung der Wirtschaft gelingt.

Die Vorhaben der Gemeinde stützen dieses Ziel, so der Bürgermeister. Deutlich mehr als zwei Millionen Euro wird die Gemeinde für energetische Sanierungen, den Anbau am Kindergarten Röte, den Kreisverkehr am Troppel und im Sanierungsgebiet Schaichhofsiedlung ausgeben. Diese wichtigen und richtigen Maßnahmen werden als Folge des sparsamen Wirtschaftens in den Vorjahren ohne Kreditaufnahme möglich sein.

Dennoch, so Bürgermeister Lahl, gelte weiterhin die Pflicht zur Fortführung von Haushaltsdisziplin und nachhaltiger kommunaler Finanzpolitik. Für das Ziel, auch späteren Generationen Gestaltungsspielräume zu lassen, stehe er auch zukünftig gerne ein.

Ein wichtiges Thema für die Zukunft sah der Bürgermeister in der Entwicklung der Hauptschulen im Land. Zur geforderten Zweizügigkeit für die Weiterentwicklung zur Werkrealschule werden die politischen Gremien und die Verwaltung noch intensive Diskussionen führen müssen.

Zufrieden zeigte sich der Bürgermeister über das Baugebiet Steinweg-Süd. Drei Jahre intensiver Diskussionen hätten jetzt zu einem guten Kompromiss geführt, so dass in naher Zukunft die Erschließung beginnen wird. Der Spatenstich am 16. Februar 2009 wird der Startschuss dafür sein, auch für junge Familien geeignetes, attraktives Bauland zur Verfügung stellen.

Dank an Gemeinderat und Ortschaftsräte

An den Schluss seiner Rede stellte der Bürgermeister seinen ausdrücklichen Dank an den Gemeinderat und die beiden Ortschaftsräte für die vielen für Sitzungsvorbereitungen und Sitzungen ehrenamtlich eingebrachten Stunden. Auch wenn manche Entscheidung nicht leicht gefallen ist und unterschiedliche Meinungen zum Ausdruck kamen, sei letztendlich nicht der Entscheidungsprozeß maßgebend, sondern die getroffene Entscheidung, welche immer dem Gemeinwohl dienen solle. In diesem Sinne wünsche er sich ein offenes „an einem Strang ziehen" für alle Weilemer, Neuweiler und Breitensteiner.

Den Gästen des Neujahrsempfangs und der gesamten Einwohnerschaft wünschte der Bürgermeister ein gesegnetes und erfolgreiches Jahr 2009 bei guter Gesundheit.

 

10-jähriges Jubiläum des Sieben Zwerge Waldkindergarten Weil im Schönbuch e.V.

Als zweite Rednerin stellte Martina Schmidt, die zweite Vorstandsvorsitzende im Sieben Zwerge Waldkindergarten Weil im Schönbuch e.V., im Anschluss an die Rede des Bürgermeisters den Verein, seine Aufgaben und Ziele und seine bisherige Geschichte vor.

Die von Anfang an gute Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung und die harmonische Einbindung in die Kindergartenlandschaft in der Gemeinde Weil im Schönbuch waren ein weiteres Thema ihrer Rede. Im Jubiläumsjahr des Vereins sind einige besondere Veranstaltungen geplant. 26. April Kräuterwanderung, 12 Juli Sommerfest, 11. Oktober Familienwanderung, 29. Dezember Winterlagerfeuer

Die Kinder aus dem Waldkindergarten gestalteten anschließend den unterhaltsamen Teil des Neujahrsempfangs.

Unter Verwendung selbst gebastelter Rhythmusinstrumente aus dem Wald trugen sie zunächst einige Lieder vor, bevor in einer Spielszene das Schicksal eines Schneemannes im Frühling vorgestellt wurde.

Die vergnüglichen Lieder und das kleine Schauspiel wurden verdientermaßen mit viel Beifall belohnt.

Wie sieht ein Tag im Waldkindergarten aus? Was passiert bei schlechtem Wetter und im Winter? Wie steht es um Musik und Lieder? Wie werden besondere Anlässe wie Ostern oder Weihnachten im Waldkindergarten behandelt?

Auf diese und viele andere Fragen gab eine anschauliche und unterhaltsame Präsentation mit vielen Bildern Antwort, die von den beiden Gruppenleitungen Luise Holland-Letz und Stefan Marz vorgetragen wurde.

Die Gäste des Empfangs wurden mitgenommen in ein Jahr im Waldkindergarten und konnten so einen umfassenden Eindruck vom täglichen Leben im Waldkindergarten erhalten.

Die über den Waldkindergarten erhaltenen Informationen und die fantasievolle Dekoration des Turnerheims ergaben viel Gesprächsstoff für den anschließenden Stehempfang, mit dem der Neujahrsempfang ausklang.

 
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