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14.05.2009 Veröffentlichungsdatum: 14.05.2009
Energie-Ausstellung im Rathaus Weil im Schönbuch eröffnet
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Am Donnerstag, den 7. Mai 2009 begann im Rathaus die Weiler Woche der Sonne. Auftakt war die Eröffnung einer Ausstellung des Bundesministeriums für Umwelt- und Naturschutz und des Bundesverbandes Solarwirtschaft. Die Ausstellung informiert über die Auswirklungen des Klimawandels und über Lösungsansätze, die auch jedem Einzelnen als Privatperson offen stehen.

Bürgermeister Wolfgang Lahl hob bei der Eröffnung der Ausstellung hervor, dass der altbekannte Grundsatz „Global denken, lokal handeln" nichts von seiner Aktualität verloren hat. Aufgabe der Gesellschaft und auch der Kommunen müsse sein, dieses wichtige Anliegen im Bewusstsein der Menschen zu halten und Anstösse zu geben, klimaschädlichen Entwicklung entgegen zu treten. Durch lokale Netzwerke müssten Begeisterung und Engagement für den Klimaschutz gefördert werden.

Die Gemeinde Weil im Schönbuch sei hier auf einem richtigen Weg, meinte der Bürgermeister und verwies auf den Anstieg der Photovoltaikleistung in unserer Gemeinde um das Sechsfache zwischen 2005 und 2008. Platz 172 in der bundesweiten Solarbundesliga, Platz 44 in Baden-Württemberg und Platz 1 im Kreis Böblingen sprächen für sich selber. In der örtlichen Politik sei es Konsens, wo immer möglich und vertretbar energiesparende und klimafreundliche Technik einzusetzen. Gute Beispiele seien die gemeindlichen Maßnahmen aus dem Konjunkturpaket II, die 650.00 Euro Investitionen auslösen und alle in diese Richtung gehen, obwohl dazu kein Zwang mehr besteht.

Seinen ausdrücklichen Dank richtete der Bürgermeister an den Initiator und die Triebfeder der Weiler Woche der Sonne, Erich Hägele. Ihm und der BUND-Ortsgruppe sei zu danken für ihr nicht nachlassendes Engagement und insbesondere für die Vorbereitung der Weiler Woche der Sonne.

OB Boris Palmer sprach anschließend im Bürgersaal. Den Schutz unseres Klimas bezeichnete er als Aufgabe dieses Jahrhunderts, weil sie in diesem Jahrhundert gelöst werden müssen, wenn die nicht mehr aufhaltbaren nachteiligen Klimaveränderungen wenigstens begrenzt werden sollen. Dramatische Kippeffekte unseres Klimas und die damit verbundenen Konsequenzen seien die Folgen, wenn es nicht gelingt, den CO²-Ausstoss deutlich zu reduzieren. Überlebenswichtig sei es, den Spagat zwischen dem unvermeidbaren Energiebedarf der Menschen und den klimatischen Auswirkungen leisten zu können.

Diesem Ziel komme zugute, dass ein Großteil des CO²-Ausstosses vom individuellen Verhalten beeinflussbar sei. Etwa ¾ des eigenen Energiebedarfs könne jeder selber beeinflussen. Ausgesprochen positiv und dem schwäbischen Charakter entgegenkommend sei es, dass sich durch die heutige moderne Technik Ökologie und Ökonomie nicht mehr widersprechen, sondern beide Ziele gleichzeitig erfüllen.

Wichtig sei, individuelle und der jeweiligen Situation angepasste Lösungen zu suchen, was nicht nur für die Privaten gelte, sondern auch für die Kommunen. Obwohl die Energiegewinnung aus umweltfreundlichen Quellen wie Sonne, Wind und Wasserkraft grundsätzlich in die richtige Richtung gehen, stecke das mit Abstand größte Potential aber in der Energieeinsparung, so Tübingens OB. Am Beispiel von modernen Energiesparlampen und bedarfsgesteuerten Warmwasserpumpen in Wohnhäusern verdeutlichte er, dass neben der Energieeinsparung inzwischen so gut wie immer auch eine finanzielle Einsparung ausgelöst wird, so dass die Investitionskosten schnell hereingeholt sind.

Das Resümee sei, so OB Boris Palmer: im Endeffekt brauche unser Klima auf allen Ebenen eine Kombination von neuen, modernen Techniken und einer Änderung des persönlichen Verhaltens, die sich in den meisten Fällen sogar rechnet.

Auf einstimmigen Wunsch las der Tübinger OB zum Abschluss aus seinem kürzlich erschienen Buch „Eine Stadt macht blau" das Kapitel über seinen japanischen Dienstwagen vor, dessen Anschaffung damals landesweit Aufsehen erregte.

Bei Brezeln und Getränken klang der gelungene Auftakt der Weiler Woche der Sonne aus.

Die Energie-Ausstellung im Rathaus kann bis zum 18. Mai 2009 zu den normalen Öffnungszeiten besichtigt werden. Führungen durch die Ausstellung können bei Frau Grahl unter der Telefonnummer 07157/1290-63 vereinbart werden.

 
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