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17.07.2009 Veröffentlichungsdatum: 17.07.2009
Waldbegehung der Ortschaftsräte und des Gemeinderats
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Am Freitag, den 10. Juli 2009 trafen sich als Abschluss der Wahlperiode 2004 bis 2009 die amtierenden und auch die neuen Ortschaftsräte und Gemeinderäte zu einer Waldbegehung. Ziel war dieses Mal der Wald auf der Neuweiler Gemarkung.

Walter Langer, unser zuständiger Revierförster, und Christian Kirch, der stellvertretende Leiter des Forstamtes im Landratsamt Böblingen, führten die 50-köpfige Gruppe in die Gewanne Taschenhau und Grubenhau und informierten an Ort und Stelle über die heutigen Methoden der Holzernte und über den allgemeinen Zustand des Waldes.

Insgesamt betreuen die Forstleute in unserer Gemeinde ca. 1.150 ha Wald. Aus den ca. 400 ha Gemeindewald werden jährlich ca. 2.830 Fm Holz geschlagen. Bei dem Ende 2008 durchgeführten großflächigen Hieb im Gewann Grubenhau wurden aus ca. 21 ha Fläche etwa 1.300 Fm Holz gewonnen. Der Großteil wird von Sägewerken im nahen Umfeld abgenommen und verarbeitet.

Informativ waren die Informationen zum Energiegehalt des Brennholzes. Die 800 Fm Brennholz, die bei der jährlichen Holzversteigerung hauptsächlich von Privatleuten als Brennholz ersteigert werden, entsprechen der Heizleistung von etwa 106.000 Litern Heizöl, berichtete Herr Langer.

Nächste Station der Waldbegehung waren Pheromonfallen, die von den Forstleuten zur Bekämpfung der Borkenkäfer aufgestellt wurden. Ein mit Borkenkäfern gefülltes Marmeladenglas zeigte die Wirksamkeit der Pheromonfallen und bot die Möglichkeit, die normalerweise im Verborgenen wirkenden Schädlinge einmal im Tageslicht zu betrachten.

Um für den Menschen unangenehme Begleiterscheinungen ging es auch bei dem nächsten Halt bei dieser Waldbegehung. An einem Gespinst des Eichenprozessionsspinners aus dem Vorjahr erklärte Walter Langer die Risiken und die auch nach der Häutung noch von den feinen Borsten der Raupen ausgehenden Gefahren.

Zum Abschluss wurden die festen Waldwege verlassen, um zu einem Feuchtbiotop mitten im Wald zu gelangen. Das sich hier sammelnde Oberflächen- und Drainagenwasser hat einen sumpfigen Bereich mit kleinen Tümpeln erzeugt.                                                                                    

Eine künftige Maßnahme für das gemeindliche Ökokonto könnte deshalb sein, diesen Bereich wieder zu renaturieren. Dazu müsste mit einem sog. Moorbagger der angesammelte Schlamm entfernt werden.

Nach dem Ende des zweistündigen Rundganges klang die Waldbegehung mit einem gemütlichen Zusammensein im Neuweiler Feuerwehrmagazin aus.

 

 

 
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