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13.11.2009 Veröffentlichungsdatum: 13.11.2009
Tag des Friedhofs
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Am 24. Oktober 2009 fand auf dem Friedhof Hägnach zum ersten Mal ein „Tag des Friedhofs" in Weil im Schönbuch statt. Dieser Tag wurde in Zusammenarbeit der Hospizgruppe Weil im Schönbuch und der Gemeinde Weil im Schönbuch geplant, organisiert und durchgeführt.

Sinn der Veranstaltung war, die Themen Sterben und Tod mehr in das Bewusstsein der Menschen zu bringen und unseren Mitbürgern Gelegenheit zu geben, sich ganz entspannt über die Dinge zu informieren, die bei Krankheit, Abschied und Tod auf sie zukommen können. Im Falle der Trauer und des Schocks ist das alles viel schwieriger.

So konnte man sich bei Bestattungsunternehmen, Floristen und einem Steinmetz informieren. Die evangelischen Kirchengemeinden und die katholische Kirchengemeinde boten Gesprächsrunden „Worte finden im Trauerfall" an und die neuapostolische Kirche bereicherte die Veranstaltung mit ihrem Chor und wunderschönen Chorälen. Die Gemeindeverwaltung bot einen Tisch mit Informationen rund um den Friedhof und das Bestattungswesen. Bürgermeister Wolfgang Lahl stand für Fragen zur Verfügung. Eine Gruppe des im Kreis Böblingen gegründeten Kinderhospizdienstes informierte über ihre Arbeit in den Familien während Krankheit und Tod eines Kindes. Des Weiteren bastelte der Kinderhospizdienst mit interessierten Kindern Engel. Es gab einen Büchertisch vom hiesigen Buchladen mit vielen Büchern und Schriften zum Thema.

Die Hospizgruppe selbst informierte an einem Stand über ihre Arbeit und gestaltete einen Tunnel aus Tüchern, Texten und Bildern, in dem versucht wurde, die verschiedenen Stationen während der letzten Wegstrecke eines Menschen zum Ausdruck zu bringen. Am Ausgang dieses Tunnels stand ein Klage- und Wunschbaum, an den die Besucher ihre niedergeschriebenen Wünsche, Klagen und Gefühle aufhängen konnten.

Für die kleine Stärkung zwischendrin sorgte der Verein „Spaß an d´r Freid e.V." mit Kaffee oder Tee, der Schützenverein und die Hospizgruppe boten einen Kuchenstand.

Bei wunderschönem Wetter pflanzten Kinder vom Hort am Eingang des Friedhofs einen Regenbogen, als Symbol der Hoffnung. Zum Schluss rundete eine ökumenische Andacht mit dem Begräbnischor diesen ersten und sehr gelungenen Tag des Friedhofs ab. Von unseren Mitbürgern wurde der Tag des Friedhofs sehr gut angenommen. Es kamen viele Besucher und waren erstaunt über die ganz andere Atmosphäre, die in der Friedhofshalle herrschte. Sie war zu einer freundlichen, würdevollen Stätte der Begegnung und des Gesprächs geworden.

Charlotte Hollinger

Leiterin der Hospizgruppe

 
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