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29.04.2010 Veröffentlichungsdatum: 29.04.2010
Verschmutzungen durch Hunde auf öffentlichen Straßen und Gehwegen

Immer wieder klagen Bürgerinnen und Bürgern über Hundekot auf Gehwegen, Straßen und Feldwegen. Zum Leidwesen von Spaziergängern, Hausbesitzern oder Landwirten werden oftmals die „Hinterlassenschaften" der Vierbeiner nicht beseitigt. Ebenso werden Gehsteige in den Wohngebieten in Mitleidenschaft gezogen. Von Seiten der Gemeinde Weil im Schönbuch wurden, um den Hundehaltern die Beseitigung der Verschmutzungen zu erleichtern, im gesamten Gemeindegebiet Hundetoiletten aufgestellt. Hier können Hundebesitzer kostenlos Plastikbeutel zum Aufsammeln der Hinterlassenschaften mitnehmen. Die gefüllten Plastikbeutel können nach Gebrauch wieder in den ebenfalls am Automaten befindlichen Abfallbehälter eingeworfen werden.

Der Ärger mit freilaufenden Hunden in der Landschaft ist ebenso zu einem Problem geworden. Auseinandersetzungen zwischen Grundstücksbesitzern, Hundebesitzern, Landwirten, usw. sind vorprogrammiert. Ein besonderes Problem haben Landwirte, weil Hundebesitzer ihre Hunde laufen und ihr „Geschäft" verrichten lassen. Der Hundekot kann ins Futter gelangen, als Überträger von Krankheiten Tiere schädigen und wirtschaftliche Verluste bei den Landwirten verursachen.

Auch berichten Landwirte, dass die Beutel aus den Hundetoiletten zwar mitgenommen und die Hinterlassenschaften der Vierbeiner ordnungsgemäß aufgenommen werden, dann aber die Beutel mit dem darin enthaltenen Hundekot auf Feldern und Wiesen entsorgt werden. Diese Vorgehensweise ist natürlich wenig sinnvoll. Die Plastiktüten können in das Futter von Nutztieren gelangen und ebenfalls zu Krankheiten führen.

Es gibt aber leider immer wieder Hundehalter, die das unliebsame Häufchen übersehen oder bewusst ignorieren. Diese Hundehalter dürfen wir eindringlich bitten, mehr Verständnis für ihre Mitbürger aufzubringen. Eigentlich müsste die Entsorgung des „Geschäfts" des eigenen Hundes selbstverständlich sein. Und sicherlich kann ein jeder nachvollziehen, dass der Unmut auf Hundehalter wächst, wenn man bereits morgens auf dem Weg zur Arbeit oder zur Schule direkt vor dem Haus auf eine solche „Hinterlassenschaft" tritt. Und gerade für Nicht- Hundehalter ist die Beseitigung von Hundekot auf dem Gehweg vor dem eigenen Gebäude gewiss keine angenehme Aufgabe.

Mindestens so verbreitet wie der Hundekot auf den öffentlichen Straßen und Gehwegen ist bei einigen Mitbürgern der Irrtum, dass mit der Zahlung der Hundesteuer die Gemeinde ihre Straßen und Plätze im Gemeindegebiet als Hundetoiletten zur Verfügung stelle.

Zum Bezahlen der Kosten für die Reinigung der öffentlichen Flächen würde die Hundesteuer bei weitem nicht ausreichen. Allerdings sollte es nicht nötig sein, dass Hundehalter darauf hingewiesen werden müssen, dass die Hinterlassenschaften ihrer Hunde zu beseitigen sind. Ein verantwortungsbewusstes Verhalten gegenüber den Mitmenschen, der Natur und der Landschaft sollte eigentlich selbstverständlich sein. Wir möchten an dieser Stelle darauf hinweisen, dass auch viele Hundehalter den Unmut Ihrer Mitbürger verstehen und zwischenzeitlich vorbildlich die „Geschäfte" ihrer Vierbeiner entsorgen.

 
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