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20.01.2011 Veröffentlichungsdatum: 20.01.2011
"Weil ist Zukunft"
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Diese Feststellung begründete und untermauerte Bürgermeister Wolfgang Lahl bei dem Neujahrsempfang im vollbesetzten Turnerheim am letzten Sonntag. Partner des Neujahrsempfangs 2011 war die Schönbuchbühne 1986 e.V., die 2011 das 25jährige Vereinsjubiläum feiert.

Schnell war das Turnerheim am letzten Sonntag bis auf den letzten Platz besetzt. Bürgermeister Wolfgang Lahl freute sich besonders darüber, mit den Abgeordneten Paul Nemeth, Richard Pitterle und Florian Toncar mehrere Abgeordnete aus Land- und Bundestag begrüßen zu können. Mit dem „Weilemer Rezept" beschrieb er die notwendigen Zutaten für eine nachhaltige und am Gemeinwohl orientierte Zukunft der Gemeinde.

Sport, Kultur und Vereine

Die erste Hauptzutat, so der Bürgermeister, sei das weite Feld des Sports, der Kultur und der Vereine. Die im Landesdurchschnitt betrachtet junge Gemeinde konnte im letzten Jahr stolz auf zahlreiche sportliche Höchstleistungen sein, die von Medaillen bei Europameisterschaften bis hin zu zahlreichen Kreis- und Bezirksmeisterschaften reichten.

Kunst und Kultur in unserer Gemeinde, so der Bürgermeister, seien das Lebenselixier einer Gesellschaft, das Salz in der Suppe. Angesichts der Vielfalt und der Qualität sei das hiesige kulturelle Angebots sogar mit dem berühmten „Fleur de Sel", der „Blume des Salzes" vergleichbar.

„Die Vereine sind das wichtigste Salz, das wir in der Gemeinde haben" sagte der Bürgermeister und hob die Angebotsvielfalt der vielen Vereine, der Institutionen und der Kirchen hervor. Ohne das Engagement vieler Ehrenamtlicher wäre das Gemeindeleben wirklich fade. Die vielen Vereinsjubiläen des vergangenen Jahres würden belegen, wie breit aufgestellt und vielfältig die Vereinslandschaft unserer Gemeinde sei. Der Bürgermeister sprach allen hier Engagierten seinen herzlichen Dank aus und brachte den Wunsch zum Ausdruck, dass die Gemeinde auch weiterhin von der Tatkraft der Vereine und der Freude am Vereinsleben geprägt sei.

Ein funktionierendes gesellschaftliches Miteinander

Die zweite Hauptzutat, so der Bürgermeister, sei das gesellschaftliche Miteinander und die daraus entstehenden sozialen Kontakte. Als Beispiele nannte er zwei neu entstandene Formen der ehrenamtlichen Mitarbeit. Das neu gegründete Seniorenforum hat sich der Aufgabe angenommen, neue Projekte zu initiieren, bestehende Angebote zu unterstützen und Ansprechpartner für Bürger, Vereine, Institutionen und Verwaltung zu sein.

Der Familienförderung dienen soll das künftige Familienzentrum in der Röte. Auf Anregung des Gesamtelternbeirats soll hier ein aktiver Familientreff entstehen. Denn, so der Bürgermeister, nur durch ein familienfreundliches Klima und die Akzeptanz der Familie in der Gesellschaft lasse sich der demografische Wandel dämpfen.

Weil ist Zukunft im Bereich „Kinder - Jugend - Familie

Das betonte der Bürgermeister zu dieser dritten Hauptzutat des weilemer Rezepts in seiner Ansprache. Sowohl im investiven Bereich als auch in der täglichen Arbeit sei die Gemeinde gut aufgestellt. Denn neben der Kindertagesstätte In der Röte wurden auch die Kindergärten Troppel, Seitenbach und Paulinenpflege auf den neuesten energetischen Stand gebracht und dabei kindgerecht weiterentwickelt.

Allerdings so der Bürgermeister, müssen sich Bund und Land stärker in die Unterstützung des laufenden Betriebs einbringen. Den momentanen jährlichen Zuschussbedarf von 2 Millionen Euro in der Kinderbetreuung könne die Gemeinde auf Dauer nicht allein stemmen. An die anwesenden Abgeordneten richtete er den dringenden Appell, den Gemeinden hier stärker zur Seite zu stehen.

Als Meilenstein für die Schullandschaft in der Gemeinde sah der Bürgermeister die im Einklang mit Lehrerschaft, Schülern und Eltern beschlossene und genehmigte Werkrealschule. Weil ist im Schulwesen gut aufgestellt, betonte er in seiner Rede.

Der Gemeindeentwicklungsplan ist zum roten Faden für eine verlässliche und nachhaltige Kommunalpolitik geworden

Dies hob der Bürgermeister hervor bei der vierten Zutat seines Rezepts für ein ausgewogenes Gemeindeleben, dem Bereich der Infrastruktur und der Kommunalpolitik. Zufrieden äußerte er sich darüber, dass mit der Bebauung des ehemaligen Sägewerks Braun und mit dem Kreisverkehr zwei Schwerpunktmaßnahmen weitgehend abgeschlossen sind. Der der Bürgerschaft und den Gewerbetreibenden nützende Kreisverkehr sei als wichtiges Verkehrsinfrastrukturprojekt der Ausdruck einer klugen Standortpolitik. An die Abgeordneten richtete er die dringende Bitte, nun auch den dringenden Ausbau der B 464 an der Altdorfer Kreuzung zu forcieren und sagte dazu die kommunale Rückendeckung zu.

Als weiteres wichtiges Vorhaben der örtlichen Infrastruktur sprach Bürgermeister Wolfgang Lahl die Sanierung der Schaichhofsiedlung und die ELR-Maßnahmen in Breitenstein an. In beiden Programmen gehen Ökonomie und Ökologie Hand in Hand. Unter Hinweis auf diesen doppelten Nutzen forderte er die Landespolitik auf, diese Sanierungsmaßnahmen weiter zu unterstützen.

Nicht zuletzt gelte es, auf eine nachhaltige Finanzpolitik zu achten, betonte der Bürgermeister und verwies auf die Erfolge in der finanziellen Entwicklung der Gemeinde. Trotz eines Schuldenabbaus von über 40 % in 10 Jahren sei es gelungen, die Werte zu erhalten und dies bisher ohne Steuererhöhungen. Die Gemeinde ist finanziell handlungsfähig und soll es auch für künftige Generationen bleiben, hob der Bürgermeister hervor.

Was kommt 2011?

Seinen Ausblick auf die Vorhaben im laufenden Jahr bezeichnete Bürgermeister Wolfgang Lahl als „kleines Dessert nach dem Hauptgang", zumal die Gemeinde bei der derzeit positiven wirtschaftlichen Entwicklung positiv in die Zukunft sehen könne. Auch wenn 2011 keine Großprojekte anstünden, sei das in der Haushaltseinbringung zitierte Motto der kontrollierten Offensive berechtigt. Denn das Jahr 2011 werde unter dem Fokus der Vorbereitungen zur Umsetzung weiterer Schwerpunktmaßnahmen des Gemeindeentwicklungsplans stehen.

Mit dem Bürgerhaus, so der Bürgermeister, hat der Gemeinderat beschlossen, die aufwändigste Schwerpunktmaßnahme anzugehen. Durch die Einbeziehung von Einwohnerschaft, den Vereinen, der Feuerwehr und des DRK werde dies ein Bürgerprojekt werden. Den Startschuss kündigte Bürgermeister Wolfgang Lahl für das erste Quartal 2011 an.

Im Bereich Ortskern/Hauptstraße sah er ein weiteres wichtiges Feld. Für den Bereich zwischen Genoba und Seniorenwohnanlage sei er zuversichtlich, dort mit Einzelhandel, Einkaufsmöglichkeiten und Parkmöglichkeiten eine Aufwertung des Einzelhandels erreichen zu können.

Für die neue Werkrealschule kündigte der Bürgermeister ein Ganztagsschulkonzept an, welches zusammen mit der Waldhaus gGmbH entwickelt wird. Die Kernzeitbetreuung und der Horts in der Schule sollen erweitert werden. Dies müsse mit einem Mensabetrieb verbunden werden. Ziel ist die komplette Umsetzung im Schuljahr 2012/2013. Denn, so der Bürgermeister: „Investitionen in Bildung sind Investitionen in die Zukunft".

Kleinere Projekte werden in diesem Jahr der Austausch des Blockheizkraftwerks im Hallenbad, die Sanierung des Backhäuschens und die gezielte Öffentlichkeitsarbeit für die vielen familienfreundlichen Angebote in der Gemeinde sein. Nur in Abschnitten verwirklichbar wird die Sanierung der Kläranlage sein, für die insgesamt 1,8 Mio. Euro angesetzt sind.

Als Sahnehäubchen auf dem Dessert sah Bürgermeister Wolfgang Lahl die Feiern am 16. und 17. Juli 2011 zum 100jährigen Jubiläum der Schönbuchbahn. Weil im Schönbuch ist stolz, den offiziellen Festakt auszurichten, so der Bürgermeister.

Seinen Ausblick auf das Jahr 2011 schloss der Bürgermeister mit seinem Dank an die vielen ehrenamtlich Engagierten, die Gewerbetreibenden und an die Damen und Herren des Gemeinderats und der Ortschaftsräte. Obwohl manche Entscheidungen nicht leicht gefallen sind war der Umgang miteinander doch stets geprägt von Sachlichkeit und dem Ziel des Gemeinwohls. Er freue sich auf die kommenden Aufgaben und wünsche sich ein offenes „an einem Strang ziehen" für alle Weilemer, Neuweiler und Breitensteiner.

Seinen besonderen Dank richtete der Bürgermeister an die Schönbuchbühne Weil im Schönbuch 1986 e.V. für die Mitgestaltung des Neujahrsempfangs.

Jürgen Ehmann, der 1. Vorstand der Schönbuchbühne, stellte in kurzen Worten die Schönbuchbühne und ihren Werdegang vor.

Einige Figuren aus früheren Theaterstücken verdeutlichten die Bandbreite der Schönbuchbühne, bevor Christa Pisch und Thomas Schefold mit „Dinner for one" einen äußerst kurzweiligen Programmpunkt des Neujahrsempfangs darboten.

Minutenlanger Beifall für Miss Sophie und ihren Butler James waren der verdiente Lohn für diese gelungene Überraschung dieses Vormittags.

Als allerletzten offiziellen Bestandteil des Neujahrsempfangs freute sich die Schönbuchbühne über den Jubiläumsscheck der Gemeinde über 250 Euro, bevor bei dem anschließenden Ständerling das zuvor Gehörte und die herausragenden schauspielerischen Leistungen Themen vieler Unterhaltungen waren.

 
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