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13.05.2011 Veröffentlichungsdatum: 13.05.2011
Informationsabend zum Bürgerhaus
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Ende März wurde an beinahe alle Haushalte in der Gemeinde ein Fragebogen verteilt, in dem die Erwartungen an ein Bürgerhaus erfragt werden. Am 4. Mai informierte die Gemeindeverwaltung im Turnerheim über die Ergebnisse.

Bürgermeister Wolfgang Lahl begrüßte die ca. 50 Gäste und eröffnete den Abend mit einem Überblick darüber, wo die Gemeinde bei diesem Thema steht und wie es weiter gehen soll. Das Bürgerhaus, so der Bürgermeister, ist ein der Schwerpunktmaßnahmen aus dem Gemeindeentwicklungsplan. Während der Standort des Bürgerhauses am See bereits grundsätzlich festgelegt wurde, ist der künftige Standort der Feuerwehr und des DRK-Gebäudes noch offen. Beschlusslage ist aber, dass Feuerwehr und DRK am gleichen Standort angesiedelt werden sollen.

Ziel der Fragebogenaktion war, den Flächenbedarf des Bürgerhauses aus Sicht der Vereine und der Einwohnerschaft zu ermitteln. Parallel dazu wurden die Anforderungen der Feuerwehrabteilungen und des DRK erfragt. Das Ziel für 2011 sah der Bürgermeister darin, den Standort des Bürgerhauses am See konkret festzulegen. Für die Feuerwehr und das DRK soll eine Grundsatzentscheidung zum künftigen Standort getroffen  werden. In Frage kommen 3 Standorte, wobei, falls die Fläche am See nicht für die Kombination Bürgerhaus mit Feuerwehr und DRK ausreicht, nur noch die beiden anderen Standorte bleiben. Aufgabe der Fa. Thost, die den Fragebogen entwickelt und ausgewertet hat wird unter Anderen sein, die Vor- und Nachteile der drei möglichen Standorte aufzuzeigen und diese zu bewerten.

Markus Heinrich von Thost Projektmanagement fasste zunächst zusammen, welche Ausgangsdaten die Gemeinde für ihre Entscheidungen benötigt. Am Anfang steht ein Nutzerbedarfsprogramm als Grundlage der weiteren Planungen. Darin werden die Bedürfnisse der Nutzer in qualitativer und in quantitativer Form festgelegt. Art und Anzahl der benötigten Räume sollen ermittelt werden. Die organisatorischen und betrieblichen Randbedingungen müssen beschrieben werden und es muss geprüft werden, welche technischen und gesetzlichen Randbedingungen bei den vorgesehenen Nutzungen beachtet werden müssen.

Insgesamt kamen 64 Fragebögen zurück, wobei manche Rückläufe die gemeinsamen Wünsche mehrerer Beteiligten oder Gruppierungen beinhalten. Die wichtigsten Ergebnisse waren:

•-          90 % wollen ein Zentrum für öffentliche und kulturelle Veranstaltungen, dass auch die Vereine nutzen können

•-          80 % legen Wert auf eine gute Akustik

•-          80 % wollen eine festliche, offene Atmosphäre

•-          60 % gaben einen großen Veranstaltungsraum an, mit im Mittel 200 - 300 Sitzplätzen. Die Spanne reichte hier von 50 bis 1.000 Sitzplätzen

•-          60 % wiesen darauf hin, dass die Räume teilbar ein sollten, damit Doppelnutzungen möglich sind.

Etwa die Hälfte der Antwortenden wollen das Bürgerhaus am Wochenende nutzen. Eine behindertengerechte Planung, ein Café und ein Küche für große Privatfeiern wurden ebenfalls des Öfteren genannt.

Der Standort am See wurde in den eingegangenen Fragebögen von niemandem in Frage gestellt. Vor dem Planungsbeginn des Bürgerhauses muss entschieden werden, wie es mit dem Feuerwehrgerätehaus am See weitergeht und wo ein neues Feuerwehrgerätehaus gebaut werden soll.

Christian Kirch sprach für den Kulturkreis die Eignung des Bürgerhauses für Ausstellungen an. Dazu müsse das Bürgerhaus auch unter der Woche zugänglich sein. Ein abgelegenes Gebäude wäre für Ausstellungen weniger geeignet. Außerdem solle die Gemeinde an die eingelagerten Gerätschaften aus der Handwerkergeschichte der Gemeinde denken. Für den Bürgermeister war dazu noch keine verbindliche Antwort möglich, denn der Denkprozess zum Bürgerhaus habe ja gerade erst begonnen. Jedenfalls werden nicht alle Wünsche und Vorschläge umsetzbar sein.

Irmgard Betsch sprach die beiden weitern denkbaren Standorte für ein Feuerwehrgerätehaus an. Denkbar seien, so der Bürgermeister, entweder der Bereich Fleckert oder das Lachental. Aber hier stehe die Gemeinde noch ganz am Anfang.

Ein Bürger begrüßte die Zusammenfassung von Feuerwehr und DRK und regte an, über das Zusammengehen aller drei Feuerwehrabteilungen nachzudenken. Für die Fa. Thost, so Herr Heinrich, bestehe die Aufgabe darin, die benötigten Flächen der dabei denkbaren Alternativen zu ermitteln und daraus die Umsetzbarkeit zusammen mit dem Bürgerhaus am See zu prüfen.

Werner Gommel unterstützte das Zusammengehen der drei Feuerwehrabteilungen und sprach die finanzielle Seite dieses Großprojektes an. Für den Bürgermeister waren bei den finanziellen Auswirkungen zu noch zu viele Fragen offen, um jetzt schon konkret werden zu können. Bei der soliden Haushaltsführung der Gemeinde und dem intensiven Schuldenabbau in den letzten Jahren sah er aber Spielraum für diese Investition. Wichtig sei es jetzt, den Startschuss zu geben.

Für Albrecht Maurer war die Zusammenlegung der drei Feuerwehrabteilungen zwingend. Andere Gemeinden mit Teilorten hätten das schon lange umgesetzt. Ein gemeinsames Feuerwehrgerätehaus müsse zentral liegen. Gut geeignet wäre der Bereich am Hägnach. Dadurch gebe es auch am See genügend Platz für das Bürgerhaus.

Gudrun Gebauer war wegen des Umfrageergebnisses zu Wochenendbelegungen besorgt darüber, dass die regelmäßigen Nutzungen unter der Woche nicht angesprochen wurden. Diese Sorge entkräftete der Bürgermeister mit dem Hinweis auf den vorgesehenen vollwertigen Ersatz des Turnerheims durch das Bürgerhaus.

Bürgermeister Wolfgang Lahl schloss die Versammlung mit seinem Dank für die aktive Beteiligung. Er kündigte weitere Bürgerbeteiligungen an, sobald es an die konkreten Planungen geht.

Als Ergänzung waren im Turnerheim die ausführlichen Auswertungen der Fragebögen ausgehängt, die reges Interesse fanden.

 
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