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14.03.2013 Veröffentlichungsdatum: 14.03.2013
Ehrenamtspreis der Gemeinde Weil im Schönbuch zum zweiten Mal verliehen
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Am  Donnerstag, den 7. März 2013 wurde zum zweiten Mal der Ehrenamtspreis der Gemeinde Weil im Schönbuch verliehen. Bürgermeister Wolfgang Lahl konnte neben den drei Preisträgern Erich Scheungraber, Gerlinde Hiller und Gerhard Frech sowie ihren Angehörigen zahlreiche weitere Gäste begrüßen. An den Anfang seiner Laudationes stellte er eine grundsätzliche Betrachtung des Ehrenamtes.

„Ohne Begeisterung, welche die Seele mit einer gesunden Wärme erfüllt, wird nie etwas Großes zustande gebracht." zitierte der Bürgermeister Adolf von Knigge.

Diese Begeisterung sei im Ehrenamt besonders wichtig. Und diese Begeisterung, die bei den ausgezeichneten Preisträgern in jedem Fall vorhanden, sei die Antriebsfeder für viele andere in den Vereinen und Institutionen. Diese Begeisterung sei es, die unser Zusammenleben in der Gemeinde erst richtig wertvoll macht.

Gepaart sei bei unseren Preisträgern diese Begeisterung mit der Wärme in der Seele. Die Preisträger erwärmen sich mit Ihrer Seele für ihre Themen und geben diese Wärme an viele weiter und so entsteht etwas „Großes".

Baden-Württemberg, so der Bürgermeister, ist das Bürgerland in Deutschland. Überall treffe man auf Menschen, die sich engagieren und für einander da sind. Ehrenamt und Hilfsbereitschaft werden bei uns groß geschrieben. Über 41 % aller Bürger in Baden-Württemberg sind ehrenamtlich tätig. Sei es im Sport und in der Kultur, in Jugend- und Selbsthilfegruppen, in den Kirchen, beim Umweltschutz, bei der Feuerwehr und in vielen anderen Bereichen. Bürgerinnen und Bürger aller Altersgruppen setzen sich unentgeltlich für die Belange des Gemeinwohls ein. Hier in Weil im Schönbuch in über 60 Vereine und Institutionen.

Auszeichnung in der Kategorie Kinder- und Jugendarbeit

Die Auszeichnung dieser Kategorie an Erich Scheungraber ist hochverdient, betonte der Bürgermeister in seiner Laudatio. Das 1995 aus der freien Musikschule hervorgegangene junge Streichorchester sei beispielhaft in der Art und Weise, wie Kinder und Jugendliche an das gemeinsame Musizieren herangeführt werden. Die Gemeinde könne sich glücklich schätzen, ein solch hochkarätiges Ensemble in der Gemeinde zu haben. Dabei sei das junge Streichorchester stets bereit, sich einzubringen und zu musizieren, wenn die Gemeinde eine entsprechende Bitte äußert. Für die herausregende musikalische Leitung, für seine Leistungen als Motivator, Lehrer, Förderer und Forderer, für sein stets offenes Ohr für die Belange von Jugendlichen und Kindern sei die Auszeichnung für den Begründer und Leiter des jungen Streichorchesters, Erich Scheungraber, hochverdient. Mit seiner eigenen Art und mit seinem Einsatz für eine gesellschaftliche und soziale Weiterentwicklung unserer Jugend habe er einen unschätzbaren Dienst erbracht.

Auszeichnung in der Kategorie Heimat-, Kultur- und Brauchtumspflege

„Schaffa, Schaffa, Häusle baua ..." - das sei nicht nur ein altes württembergisches Lied sondern ein Teil des Wirkens von Gerlinde Hiller, so begann der Bürgermeister seine Laudatio. Die Arbeitsgemeinschaft für Heimatpflege habe aus eigener Hände Arbeit sich des vorher erwähnten Liedes bemächtigt und die uns allen und mitten im Wald, im ehemaligen Steinbruchgelände, die weit über die Weilemer Grenzen hinaus bekannte Weiler Hütte geschaffen. Damals, wie heute sei die Weiler Hütte ein Anziehungspunkt für Erholungssuchende, ein Treffpunkt in unserer familienfreundlichen Gemeinde und ein Ausgangspunkt für naturkundliche „Expeditionen".

Das heute sichtbare Zeichen der Arbeitsgemeinschaft wäre ohne die Familie Hiller und ohne Gerlinde Hiller als langjährige und auch aktuelle Vorsitzende nicht möglich gewesen. Aber auch das große ehrenamtliche Engagement für unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger, die Einbeziehung der Jugend beim Sommerferienprogramm der Gemeinde und der nun schon zur Tradition gewordene Waldweihnachtsmarkt seine sehr gute Gründe für die heute Abend verliehene Auszeichnung.

Auszeichnung für soziales und kommunalpolitisches Engagement

„Die meisten Menschen wenden mehr Zeit und Kraft daran, um Probleme herumzureden, anstatt sie anzupacken." Mit diesem Zitat von Henry Ford leitete der Bürgermeister die Würdigung für Gerhard Frech ein, den er als Motor der ökumenischen Einzelfallhilfe „Bürger für Bürger" bezeichnete. Ohne Gerhard Frech mit seiner unbürokratischen und zupackenden Vorgehensweise wäre unser Weil (und auch darüber hinaus der Landkreis) ein ganzes Stück weniger lebenswert. Die Chancen für manchen Schwächeren wären nicht so gut wie heute. Wir wären alle ein bisschen ärmer im gesellschaftlich-sozialen Umgang miteinander, so beendete der Bürgermeister seine Würdigung des Wirkens von Gerhard Frech.

Musikalisch umrahmt wurde die zweite Verleihung des Ehrenamtspreises von einem Cello-Quartett der freien Musikschule, dessen musikalische  Beiträge zur Gestaltung des Ehrenabends großen Beifall und Anerkennung fanden.

 

 

 
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