Home > Aktuelles > Neujahrsempfang in der Neuweiler Halle (24.01.2014)

24.01.2014 Veröffentlichungsdatum: 24.01.2014
Neujahrsempfang in der Neuweiler Halle
Bild Nr. 1 in voller Auflösung anzeigen
[1] (70 kB - 550x562 Pixel)
Bild Nr. 2 in voller Auflösung anzeigen
[2] (71 kB - 550x237 Pixel)
Bild Nr. 3 in voller Auflösung anzeigen
[3] (76 kB - 550x317 Pixel)
Bild Nr. 4 in voller Auflösung anzeigen
[4] (86 kB - 550x450 Pixel)
Bild Nr. 5 in voller Auflösung anzeigen
[5] (92 kB - 550x367 Pixel)

Sehr gut besucht war die Neuweiler Halle am letzten Sonntag, bei dem Neujahrsempfang der Gemeinde Weil im Schönbuch. Mitveranstalter des Empfangs waren die Harmonikafreunde Weil im Schönbuch e.V., die 2014 das 50jährige Bestehen des Vereins feiern.

Zu den ca. 200 Gästen in der Neuweiler Halle zählten auch der Bundestagsabgeordnete Richard Pitterle und der Landtagsabgeordnete Paul Nemeth. An Richard Pitterle richtete der Bürgermeister die dringende Bitte, sich für den Ausbau der Altdorfer Kreuzung an der B464 einzusetzen und kündigte an, diese Bitte solange zu wiederholen, bis der Ausbau angefangen werde. Der Wunsch an den Landtagsabgeordneten Paul Nemeth lautete, sich in der Landespolitik für mehr Kontinuität in der Bildungspolitik einzusetzen.

Dem Sozialdezernenten des Landkreises Alfred Schmid dankte der Bürgermeister für die gute Zusammenarbeit mit der Landkreisverwaltung. Konkrete Beispiele dafür seien der Ausbau der K 1058 im Zuge der Baustelle an der Kälberstelle oder die finanzielle Unterstützung der Hauptstraßensanierung in der Gemeinde.

In seiner halbstündigen Rede griff der Bürgermeister zunächst die markanten Entwicklungen und Projekte des vergangenen Jahres auf. Unter der Überschrift „Miteinander in unserer Bürgergemeinde“ ging er besonders auf das Jubiläumsjahr 2013 mit seinen vielen Veranstaltungen ein, zumal seine Rede von einer Bilderpräsentation aus allen Veranstaltungen im Jubiläumsjahr begleitet wurde. Weil im Schönbuch sei im letzten Jahr mit seinen ca. 80 Veranstaltungen die Kulturhauptstadt des Schönbuchs gewesen, so der Bürgermeister. Der Kultursommer am Marktplatz habe nicht nur ein attraktives und breit gefächertes Programm geboten, sondern auch viele Gelegenheiten, in den warmen Sommernächten nach den Veranstaltungen noch zusammen zu sitzen und ein Gemeinschaftsgefühl zu entwickeln. Die tolle positive Grundstimmung, die sich entwickelt habe werde hoffentlich noch lange anhalten. Seinen ausdrücklichen und herzlichen Dank richtete der Bürgermeister an alle Mitwirkenden im Jubiläumsjahr, die in die Vorbereitungen und die Umsetzung viel Zeit und Engagement eingesetzt haben. „Die Resonanz in der Bevölkerung war durchgehend positiv“ berichtete der Bürgermeister.

Daneben habe sich Weil im Schönbuch erneut als sportliche Gemeinde erwiesen, so der Bürgermeister und verwies auf die besonderen Sportveranstaltungen wie das 4-Länder-Handballturnier oder die sportlichen Erfolge des Radsportvereins und vieler anderer Sportler.

Unverzichtbar für das gute Miteinander in der Gemeinde sei das vielfältige ehrenamtliche Engagement, hob der Bürgermeister hervor und erinnerte an die Verleihung des Ehrenamtspreises der Gemeinde, der 2013 an Gerhard Frech, Gerlinde Hiller und Erich Scheungraber verliehen wurde.

Zum Bereich „Kinder - Jugend - Familie“ sah Bürgermeister Wolfgang Lahl als wichtigen Schritt für die Gemeinde die Einführung der Gemeinschaftsschule und freute sich über den guten Start der neuen Schulform. Die Anmeldezahlen von 40 Kindern im ersten Jahrgang haben die Erwartungen und Hoffnungen der Gemeinde bestätigt. Das zusammen mit der Waldhaus gGmbH entwickelte Konzept der Ganztagsschule habe sich bewährt. Ein sehr positives Signal sei zudem die übergangslose Neubesetzung der Schulleitungsstelle mit Annette Pfizenmaier gewesen.

Die gesamte Situation der Kinderbetreuung in der Gemeinde sah der Bürgermeister aufgrund der Angebote in den Kindergärten, Schulen, Kirchen und Vereinen und im Jugendreferat auf einem guten Weg. Den jährlichen Zuschuss von 1,8 Mio. Euro bezeichnete er als gute Investition in den Kinder- und Jugendbildungsbereich.

In den weiteren Themen seines Rückblicks auf das Jahr 2013 streifte der Bürgermeister die Wiedereröffnung des Bahnübergangs Friedhofstäffele nach einer mehrere Jahre andauernden Schließung, die Sanierung des Backhäuschens am Marktplatz, den Bau eines Radweges in Neuweiler zum Anschluss an den Museumsradweg, den neuen Kunstrasenplatz im Gaiern und die Ausarbeitung eines Spielplatzkonzeptes zusammen mit der Bevölkerung. Im Kernort Weil im Schönbuch machte die Breitbandversorgung durch den VDSL-Ausbau der Telekom einen großen Schritt vorwärts und es ist wahrscheinlich, so der Bürgermeister, dass Neuweiler und Breitenstein auch eine bessere Breitbandanbindung erhalten.

Mit dem Baubeginn des Edeka-Marktes wurde der erste Schritt getan zur Sanierung und städtebaulichen Aufwertung des Bereichs an der Hauptstraße, betonte der Bürgermeister und ging in seinem Ausblick auf das noch junge Jahr 2014 darauf ein, was die nächsten Schritte sein werden. Im Bereich der Charlottenstraße, wo die Gemeinde mehrere Grundstücke erworben und die nicht mehr sanierungsfähigen Gebäude abgebrochen hat, soll in einen Investorenwettbewerb eine Neubebauung aus einem Guss konzipiert werden, die auch neue Wohnformen ermöglicht. Auf 1,5 km Länge wird zwischen der Waldenbucher Straße und dem Furtbrunnen die Hauptstraße saniert und städtebaulich aufgewertet. „Ich hoffe, dass alle diese Maßnahmen eine Initialzündung für die weitere innerörtliche Entwicklung sind“, bekräftigte der  Bürgermeister in seiner Rede.

Gleichzeitig stimmte er die Gäste des Neujahrsempfangs auf zwangsläufige Änderungen in der Verkehrsführung während der zweijährigen Bauphase mit 9 Bauabschnitten ein. Länger andauernde Umleitungen und andere Maßnahmen werden sich nicht vermeiden lassen, hob der Bürgermeister hervor und warb bereits jetzt für Geduld und Verständnis für die kommenden verkehrlichen Einschränkungen. „Ich bin aber davon überzeugt, dass die späteren Ergebnisse die Mühen und Einschränkungen rechtfertigen werden“ so der Bürgermeister.

Als weiteres Großprojekt ging der Bürgermeister auf das neue Rettungszentrum für Feuerwehr, DRK und DLRG ein, mit dessen Bau im Frühjahr 2014 begonnen werden soll. Außerdem plant die Gemeinde mit dem Großspielplatz im Grund die erste Maßnahme des gemeinsam mit der Bevölkerung entwickelten Spielplatzkonzeptes. In der Gemeinschaftsschule soll ein naturwissenschaftlicher Raum saniert werden, um der Schülerschaft optimale Lernbedingungen zur Verfügung stellen zu können. Eine weitere große Maßnahme wird der Austausch der Schalt-, Regel- und Heizungstechnik im Hallenbad sein, durch die auch die Schulgebäude und die Gemeindehallen versorgt werden.

Trotz dieses ehrgeizigen und bisher größten Investitionsprogramms für die Gemeinde müssen 2014 keine Kredite aufgenommen werden, trug der Bürgermeister vor. Denn die Gemeinde habe in den letzten Jahren nicht nur den Schuldenstand im Kämmereihaushalt wesentlich abgebaut, sondern vorzeigbare Rücklagen aufgebaut. 2015 wird es aber notwendig sein, Darlehen aufzunehmen.

Zum Eigenbetrieb der Gemeinde kündigte der Bürgermeister eine grundlegende Überprüfung  seiner Finanzierungsstruktur an, denn bereits seit einiger Zeit lassen sich die Investitionen nicht mehr ohne Kredite finanzieren.

Zum Schluss seiner Rede appellierte der Bürgermeister an die Einwohnerschaft, sich bei den Kommunalwahlen im Mai 2014 einzubringen. „Das aktive und das passive Wahlrecht sind die Basis unserer Demokratie“ unterstrich BM Wolfgang Lahl in seinem Schlusswort und forderte die Bürgerschaft auf, nicht nur wählen zu gehen, sondern sich auch direkt in den Gremien einzubringen und bei den anstehenden Wahlen zu kandidieren.

Die Harmonikafreunde hatten den Neujahrsempfang nicht nur mitveranstaltet, sondern auch musikalisch umrahmt. Das zunächst als Quintett geplante Ensemble wurde kurzfristig von Raimund Hiti am Schlagwerk verstärkt, dem Leiter des Salzburger Akkordeonorchesters Da Capo. Die als Sextett auftretenden Musiker nahmen die Gäste in der Neuweiler Halle mit ihrem virtuosen Vortrag im Nu für sich ein. Zum Radetzky-Marsch, mit dem die Harmonika-Freunde den Neujahrsempfang abschlossen, klatschten die Gäste begeistert mit.

Dieter Staiger stellte die Vereinsgeschichte und die Ziele und Programme des Vereins vor und lud zum Mitmachen ein. Zu dem großen Jubiläumskonzert der Harmonika-Freunde am 10. Mai im Turnerheim lud er die Gäste des Neujahrsempfangs bereits jetzt ein.

Bürgermeister Wolfgang Lahl gratulierte den Harmonika-Freunden zu Ihrem besonderen Jubiläum und lobte das Engagement in der Gemeinschaftsschule als beispielhafte Vereinsarbeit, denn, so der Bürgermeister, die künftige Jugendarbeit der Vereine müsse vermehrt in den Schulen stattfinden.

Seine Gratulation zum 50jährigen Bestehen des Vereins ergänzte der Bürgermeister mit einem Spendenscheck über 500,- Euro und wünschte den Harmonika-Freunden auch weiterhin viel Erfolg in ihrer Vereinsarbeit.

Nach dem Ende des offiziellen Teils des Neujahrsempfangs lud die Gemeinde zu einem Stehempfang ein. Dabei bot sich nicht nur die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen. Die Harmonika-Freunde hatten ihre Vereinsgeschichte in Bild und Wort auf mehreren Schautafeln vorgestellt, welche reges Interesse fanden.

 
1965 Zugriffe, zuletzt am 24.03.2017, 06:49:52