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18.02.2016 Veröffentlichungsdatum: 18.02.2016
Flüchtlingsunterbringung in der Gemeinde Weil im Schönbuch
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In der vergangenen Woche wurden vom Landkreis Böblingen einige Flüchtlinge in der Unterkunft in der Lachentalstraße untergebracht. Aus diesem Anlass wollen wir einen Überblick über die gesamte aktuelle Situation bei der Flüchtlingsunterbringung in der Gemeinde geben.

Unterbringung durch die Gemeinde


In der sog. Anschlussunterbringung von Flüchtlingen, für die die Gemeinden zuständig sind, halten sich momentan 42 Menschen in der Gemeinde auf. Diese Menschen sind in eigenen Gebäuden der Gemeinde untergebracht. Die Gemeindeverwaltung ist dabei, weitere gemeindeeigene Gebäude für die Anschlussunterbringung vorzubereiten.

Unterbringung durch den Landkreis


In der sog. Erstunterbringung durch den Landkreis sind derzeit zwei Bereiche betroffen. Im Wohnheim in der Lachentalstraße sind in der letzten Woche 35 Personen angekommen. Es handelt sich dabei um 9 syrische Familien. Für die soziale Betreuung ist der Landkreis zuständig. Für die Gemeindeverwaltung ist hier ein Aspekt, wieviele Kinder unsere Kindergärten und die Schule besuchen werden.

Eine im wörtlichen Sinn große Baustelle ist der P+R-Parkplatz an der Haltestelle Troppel. Die Gemeinde hat diesen Bereich auf 5 Jahre an den Landkreis verpachtet. Momentan finden dort noch Tiefbauarbeiten statt.

Das Landratsamt hat vor, dort ab der kommenden Woche ca. 50 Container aufzustellen und bezugsfertig zu machen, so dass ab Mitte Mai die ersten Container bezogen werden können. Insgesamt ist diese Anlage für ca. 140 Menschen ausgelegt. Der Landkreis hat zugesagt, hier eine ständige Heimleitung und eine Sozialbetreuung einzurichten.

Ausblick


Die Gemeindeverwaltung geht davon aus, weitere Menschen in der Anschlussunterbringung, also in eigenen Gebäuden, unterbringen zu müssen. Vom Landratsamt wurden für 2016 ca. 87 Personen angekündigt, wobei die 35 Menschen in der Wohnanlage im Lachental bereits dazu zählen. Für das Jahr 2016 stehen noch ausreichend Plätze zur Verfügung. Allerdings handelt es sich dabei auch im Hinblick auf die aktuellen Ereignisse in Syrien um Momentaufnahmen, die sich noch ändern können. Die Gemeindeverwaltung und der Gemeinderat müssen daher bereits jetzt für die höchstwahrscheinlich in 2017 benötigten Unterkünfte Sorge tragen.

 
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