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11.11.2016 Veröffentlichungsdatum: 11.11.2016
Verleihung des Ehrenamtspreises und Blutspenderehrung
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Bürgermeister Wolfgang Lahl eröffnete den Abend und merkte an, dass der heutige 5. Ehrungsabend ganz getrost mit der Hauptüberschrift „Selbstlos helfen“ überschrieben werden kann.

Mit einem Zitat von Papst Gregor dem I. aus dem Jahre 600 eröffnete Bürgermeister Lahl den Ehrungsabend „Es darf, wer anderen hilft, nicht sich selbst vergessen; es darf nicht fallen, wer andere aufrichtet.“ Damit betonte Herr Lahl, dass die Gemeinde eben nicht möchte, dass die zu Ehrenden sich selbst vergessen, sondern ganz im Gegenteil der selbstlose Einsatz für die Gesellschaft und die Gemeinschaft gewürdigt werden soll.

Überall träfe man Menschen, die sich engagieren und füreinander da sind. Ehrenamt und Hilfsbereitschaft werden dabei groß geschrieben. Egal ob im Sport, in der Kultur, in Jugend- und Selbsthilfegruppen, in den Kirchen, bei der Feuerwehr, beim DRK und in vielen anderen Bereichen setzten sich Bürgerinnen und Bürger aller Altersgruppen unentgeltlich für die Belange des Gemeinwesens ein.  Unter dem Motto „Ehrenamt = Ehrensache“ möchte die Gemeinde daher den Einsatz besonders verdienter und engagierter Bürgerinnen und Bürgern, Interessensgemeinschaften oder Vereinen würdigen.

Im Rahmen der 5. Ehrenamtspreisverleihung würdigte Bürgermeister Wolfgang Lahl zunächst in der Kategorie „Kinder und Jugendarbeit“  die sehr aktive Gruppe des Jugendrotkreuzes des DRK Ortsvereins Weil im Schönbuch. Mit dieser sehr aktiven Gruppe, die auch den „Nachwuchs“ für die Helfer vor Ort und das DRK stellt, stellte Bürgermeister Lahl den ersten Preisträger an diesem Abend vor.

Die Jugendlichen des Jugendrotkreuzes mischten sich in das Gemeindeleben ein. Der Impuls der Jugendlichen zu der Notwendigkeit von Barrierefreiheit im Bereich der Gehwege und Straßen in Weil im Schönbuch, die bereits beim Bau der Hauptstraßensanierung und jetzt auch in der Straße In der Röte mit berücksichtigt wurde, zeigt, dass es auch gut ist, sich ins Gemeindeleben „einzumischen“ Auch im neuen Rettungszentrum habe das Jugendrotkreuz seinen Platz gefunden, um mit perfekten Voraussetzungen die sehr engagierte Arbeit in der Gemeinde fortzusetzen.

Zu dem in der zweiten Kategorie „Soziales und kommunalpolitisches Engagement“ zu Ehrenden führte Bürgermeister Lahl aus, dass das Thema Flucht vor Krieg und die dadurch bedingten Auswirkungen nicht nur in der Gemeinde, sondern in ganz Europa die Menschen bewegt hat. Ob bei der Unterbringung von Flüchtlingen durch den Landkreis oder die Betreuung der neu ankommenden Flüchtlinge in der Gemeinde, genau an diesem Punkt beginnt die Arbeit des Arbeitskreises Weiler Flüchtlingshilfe. Bürgermeister Lahl betonte, dass in der Jury darüber Einigkeit bestand, dass ausnahmsweise nicht das „Jahrzehntelange Engagement im Vordergrund steht, sondern die Selbstlosigkeit, wie sich die über 60 aktiven Mitglieder des Arbeitskreises Weiler Flüchtlingshilfe einbringen. Der AK Weil im Schönbuch sei wahrlich für die Gemeinde unbezahlbar. Von Internationalem Café, Sprachkursen, persönlichen Patenschaften, die Beschaffung von Schulranzen oder Fahrradreparaturen… dies seien nur wenige Beispiele für das, was der Arbeitskreis Weiler Flüchtlingshilfe in kürzester Zeit aufgebaut habe.

Gerlinde Hiller als Sprecherin des Arbeitskreises Weiler Flüchtlingshilfe bedankte sich ausdrücklich im Rahmen aller Mitarbeiter des Arbeitskreises für die Würdigung der Arbeit des Arbeitskreises und betonte, dass für die ehrenamtlich Tätigen die Begegnungen mit den Geflüchteten eine Bereicherung seien und die Geflüchteten diese Bereicherung mit der Zeit auch für den ganzen Ort werden können. Der Arbeitskreis Weiler Flüchtlingshilfe trage das unsere dazu bei, dass das Einfügen in unsere Kultur und Gesellschaftsordnung gelinge.

In der dritten und letzten Kategorie, Kultur-, Heimat- und Brauchtumspflege, wurde Christine Himmelein von der Jury zur Preisträgerin geehrt. Frau Himmelein hatte sich für den Abend entschuldigt. Dennoch ging Bürgermeister Lahl in seiner Rede auf die Begründung der Jury für die Verleihung des Preises an Frau Himmelein ein. Die Kultur- Heimat- und Brauchtumspflege ist in der Gemeinde Weil im Schönbuch auch geprägt durch den Schutz der Natur. Für diesen Naturschutz hat sich Frau Himmelein als Vorsitzende der Ortsgruppe im BUND immer stark gemacht. Hier werde dank der Preisträgerin „Natur zum Erlebnis und den Kindern die wertvolle Erhaltung der Natur eindrücklich und „nachhaltig“ beigebracht. Dies hat die Jury dazu bewogen Frau Himmelein für Ihren enormen ehrenamtlichen Einsatz vor Ort zu ehren.

Normalerweise werden nach den Ehrenamtspreisträgern die Blutspender geehrt. Am heutigen Abend gab es nach Herrn Bürgermeister Lahl jedoch eine Ausnahme, eine Ehrung außer der Reihe sozusagen, die jedoch auch zum Motto „Selbstlos helfen“ passt.
Gerade in einer Notsituation, wenn jemand völlig überrascht wird und dann geistesgegenwärtig ein Leben rettet, sei dies wahrlich nicht selbstverständlich. Vor fast genau einem Jahr, am 27.11.2015, hat sich ein solcher Vorfall ereignet. Beim gemeinsamen Frühstück in einer örtlichen Bäckerei passierte es, plötzliche Atemnot und direkte Ohnmacht und dann ist ein Helfer da, der richtig reagiert und nach Auskunft des dann eingetroffenen Notarztes, richtig gehandelt hat, sonst wäre alles zu spät gewesen.

Für seine vorbildliche Reaktion und um den Einsatz von Herrn Markus Schmid zu würdigen, der mit seiner Verhaltensweise Herrn Hans Betz das Leben gerettet hat, war es ein Entschluss der Gemeindeverwaltung Herrn Schmid auch öffentlich für seinen „Einsatz in höchster Not“ zu würdigen.

Im Anschluss folgten die Auszeichnungen und Ehrungen der Mehrfachblutspender, die im letzten Jahr besondere Stufen der Blutspenden erreicht hatten. Die Wichtigkeit für das Allgemeinwohl wurden sowohl von Bürgermeister Wolfgang Lahl, als auch von Dr. Alexander Moroff, dem Vorsitzenden des DRK Ortsvereins, besonders betont und herausgehoben.

Alle zu Ehrenden erhielten neben einer Urkunde und der Ehrennadel eine Flasche Rotwein, denn wie Bürgermeister Lahl anmerkte, wer sein Blut spendet, darf auch im Nachhinein etwas Gutes trinken.
Zum gemeinsamen Abschluss lud der Bürgermeister alle Anwesenden noch zu einem Stehempfang und weiteren Gesprächen ein, um den gelungenen Abend in netter Gesellschaft ausklingen zu lassen. Diese Einladung wurde ebenso gerne angenommen, wie die gereichten Getränke und Knabbereien.

Da nicht alle Blutspender/-innen an diesem Abend teilnehmen konnten, veröffentlichen wir gerne die vollständige Liste:
·    75 Blutspenden: Horst Heldmaier, Erwin Rößner
·    50 Blutspenden: Tina Zundel, Alfred Otto, Ute Löffler, Helga Häußler, Georg Gloeckner
·    25 Blutspenden: Jeanette Wieczorek- Otto, Bärbel Stäbler, Annette Hübner-Hecker, Friedrich Huber, Jens Huber, Jochen Gorhan, Jörg Eddiks, Ulla Blankenhorn
·    10 Blutspenden: Melanie Jursch, Marcel Giess
 
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