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25.09.2017 Veröffentlichungsdatum: 25.09.2017
Weiler Greifvogelpfad wurde eröffnet
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Bei bestem Wetter wurde am Freitag, den 15.09.2017 der Greifvogelpfad in der Gemeinde Weil im Schönbuch eröffnet. Zur Eröffnung hatte sich eine beträchtliche Anzahl interessierter Gäste eingefunden.

Bürgermeister Wolfgang Lahl freute sich, dass eine bereits bei der Eröffnung der Falknerei Garuda entstandene Idee verwirklicht werden konnte. Er betonte, dass für einen perfekt ausgearbeiteten Weg mit Bildungscharakter in der Natur doch gerade im Schönbuch, einem der schönsten Naturräume in der Region Stuttgart, im wahrsten Sinne des Wortes ein Weg gefunden werden musste. Durch die Bezuschussung aus dem Landschaftsparkprogramm der Region Stuttgart und der weiteren Kofinanzierung durch das Ökokonto der Gemeinde wurde der Weg zur Realisierung freigemacht.

Entstanden ist ein ca. 5 km langer, abwechslungs- und lehrreicher Erlebnis- und Erkundungsweg mit 10 Schautafeln über heimische Greifvögel. Nicht nur familienfreundlich und für Schulexkursionen geeignet, sondern auch eine Bereicherung des touristischen Angebots im Naturpark Schönbuch. Also ein echter Mehrwert für die Bevölkerung, der zur Weiterentwicklung der Gemeinde Weil im Schönbuch als Wohn- und Lebensort wichtig ist.

Der Bürgermeister berichtete, dass die Kosten von ca. 28.000 Euro zur Hälfte von der Region Stuttgart getragen wurden, wofür er der anwesenden Regionaldirektorin Dr. Nicola Schelling herzlich dankte. Die verbleibenden Herstellungskosten werden zunächst über das gemeindliche Ökokonto finanziert und fließen zurück, sobald für eine Maßnahme der Gemeinde ein ökologischer Ausgleich benötigt wird. Für die Zustimmung zu dieser Verrechnungsmöglichkeit dankte der Bürgermeister dem Amt für Landwirtschaft und Naturschutz im Landratsamt ebenso wie für die positive Begleitung des gesamten Projekts.

Zu guter Letzt dankte er dem Gemeinderat für die positive Beschlussfassung zu diesem in der Region einzigartigen Projekt.

Die Regionaldirektorin Dr. Nicola Schelling betonte, dass die Stärkung der Standortqualität für die Region Stuttgart große Priorität habe.

Ein Mittel dafür sei die Förderung vieler regionaler Projekte, die unterschiedliche Ziel- und Altersgruppen ansprechen sollen. Im Schönbuch sei der Greifvogelpfad ein erster Baustein, dem bald weitere Bausteine wie der Aussichtsturm in Herrenberg folgen sollen.

Für das Amt für Landwirtschaft und Naturschutz sprach Regina Meier. Für Sie war in Zeiten des Internets die direkte Erlebbarkeit von Natur einer der wichtigsten Aspekte des Greifvogelpfads. „Hier zeigt der Blick nach oben einheimische Vögel in ihrem natürlichen Lebensraum“.

Die Mitarbeiterin des Amts für Landwirtschaft und Naturschutz begrüßte, dass dieser Weg, der ein Beispiel für die Vielfalt des Landkreises sei, das Verständnis für die Natur fördere, denn „Natur muss gefühlt werden“.

Vanessa Müller von der Falknerei Garuda schloss die Rednerliste und freute sich darüber, dass mit dem Greifvogelerlebnispfad in ansprechender Weise über die heimischen Greifvögel informiert wird.

Sehr interessant waren ihre Erläuterungen zur Falknerei, so zum Beispiel dass Greifvögel keine Haustiere seien. Vielmehr gehe es bei den Greifvögeln um eine rein geschäftsmäßige Verbindung, denn auf diese Art und Weise könnten sie viel einfacher ihren Lebensunterhalt bestreiten als auf sich allein gestellt in der freien Natur. Mit einem Gerfalken demonstrierte die Falknerin, wie die Zusammenarbeit mit einem Greifvogel funktioniert.

Normalerweise wird bei der Eröffnung eines Weges ein Band durchschnitten. Bei der Eröffnung des Greifvogelpfads ließ Bürgermeister Wolfgang Lahl stattdessen mit Unterstützung der Falknerin einen Falken aufsteigen.

Nach dem offiziellen Teil der Eröffnung konnten sich die Besucher/-innen im Detail ein Bild von den vielen Greifvögeln in der Falknerei Garuda machen, vom kleinen Kauz bis zu einem 3,5 kg schweren Weisskopfseeadler. Sie konnten unmittelbar miterleben, wie Falken und Adler über den Köpfen der Gäste ihre Kreise zogen. Wer wollte, konnte geschützt mit einem dicken Lederhandschuh, Greifvögel von seinem Arm starten lassen. Ein Angebot, von dem viele Gäste der Eröffnung Gebrauch machten.

Eine ansprechende Bewirtung durch die Falknerei Garuda und die Gemeinde Weil im Schönbuch rundeten einen sehr interessanten Nachmittag ab.
 
Mehr über die Falknerei Garuda: www.garuda-falknerei.de
 
227 Zugriffe, zuletzt am 17.12.2017, 17:40:04