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25.01.2018 Veröffentlichungsdatum: 25.01.2018
Neujahrsempfang der Gemeinde Weil im Schönbuch am 21.01.2018
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Voll besetzt war die Breitensteiner Halle bei dem Neujahrsempfang der Gemeinde Weil im Schönbuch am vergangenen Sonntag. Wie in den Jahren zuvor wirkten zwei Vereine, die 2018 ein Vereinsjubiläum haben, als Mitveranstalter mit. In diesem Jahr waren es der Liederkranz Breitenstein 1893 e.V. mit seinem 125-jährigen Vereinsjubiläum und die Ortsgruppe Weil im Schönbuch des Schwäbischen Albvereins e.V., die das 50-jährige Vereinsjubiläum feiern konnte.

Einer guten Tradition folgend fand vor dem Neujahrsempfang ein ökumenischer Gottesdienst statt, den die evangelische Kirchengemeinde Breitenstein-Neuweiler und die katholische Kirchengemeinde gestalteten.

So treten wir ins neue Jahr getrosten Mutes ein. Und was im Alten noch nicht war, erfülle sich im Neuen!

Mit diesen Zeilen aus dem Gedicht des badischen Dichters Ludwig Eichroth begrüßte Bürgermeister Wolfgang Lahl die Gäste des Neujahrsempfangs der Gemeinde Weil im Schönbuch.

Vor seiner Rede zum Neujahrsempfang richtete der Bürgermeister ein besonderes Dankeschön an die Mitwirkenden des Neujahrsempfangs, die evangelische und katholische Kirchengemeinde, den Liederkranz Breitenstein und die Ortsgruppe Weil im Schönbuch des schwäbischen Albvereins. Aus Anlass der Jubiläen beider Vereine umriss er die Angebote beider Vereine für die Allgemeinheit und bat die Vorsitzenden zu sich auf die Bühne, wo er den beiden Vereinsvorständen Werner Weinstein und Karl Schittenhelm Schecks der Gemeinde über 1.000 € bzw. 500 € übergeben konnte, als Würdigung der langjährigen Vereinsarbeit.

In seiner Rede zum Neujahrsempfang griff der Bürgermeister die schöne Tradition auf, sich zum neuen Jahr gute Vorsätze vorzunehmen. “Gute Vorsätze alleine reichen nicht aus, um eine Gemeinde weiterzuentwickeln oder auch weiter zu gestalten“, so der Bürgermeister. Denn aus Vorsätzen müssen Vorhaben werden, die immer den Fokus auf dem Gemeinwohl und dem Wohl aller Bürgerinnen und Bürger haben müssen.

„Um eine positive Zukunft zu gestalten, gilt es immer auch zurückzuschauen, denn den richtigen Weg nach vorne kann man nur beschreiten, wenn man weiß, woher man kommt.“ So begann der Bürgermeister seine Rede zum Neujahrsempfang mit einem kleinen Rückblick auf das, was gemeinsam durch die Bürgerschaft mit den engagierten Vereinen, den Kirchen und Institutionen, den Gewerbetreibenden, der Gemeindeverwaltung und vor allem von Gemeinderat und den Ortschaftsräten im vergangenen Jahr geleistet wurde.

Ein Themenbereich war dabei das Miteinander und das Leben in der Bürgergemeinde Weil im Schönbuch. Der Bürgermeister hob hervor, dass die 60 Vereine, Institutionen und auch die Kirchengemeinden für ein gedeihliches Leben in der Gemeinde unverzichtbar sind. Auch aus diesem Grund hat die Gemeinde vor, die finanzielle Unterstützung der Vereine in der nächsten Zeit in einer geänderten Vereinsförderungsrichtlinie anzupassen, was für die Vereine sicherlich eine positive Auswirkung haben wird.

Stellvertretend für die vielen ehrenamtlich Engagierten ging der Bürgermeister noch einmal auf die Ehrenamtspreisträger aus dem Jahr 2017 ein. In der Kategorie „Kinder- und Jugendarbeit“ wurde die Patengruppe Weil im Schönbuch ausgezeichnet, die Jugendliche beim Übergang von der Schule zum Beruf aktiv unterstützt.

Frau Brigitte Kittel wurde für ihren vorbildlichen Einsatz beim Altenclub Schönbuchsenioren in der Kategorie „Heimat-, Kultur- und Brauchtumspflege“ ausgezeichnet. Die Kategorie „Soziales und kommunalpolitisches Engagement“ hatte gleich zwei Preisträger. Das Team der Helfer vor Ort des DRK Weil im Schönbuch sowie zwei Damen mit herausragenden Engagement im Freundeskreis für das Pflegeheim, Frau Ute Manuschewski und Frau Eva Bäßler, wurden in dieser Kategorie ausgezeichnet.

Dass der sportliche Bereich in der Gemeinde im letzten Jahr nicht zu kurz kam verdeutlichte der Bürgermeister mit einer (nicht abschließenden) Aufzählung von sportlichen Höchstleistungen. Er erinnerte an die herausragenden sportlichen Erfolge von Selina Hahn, Jennifer Wenzel und Marc Larsow. Seinen Dank richtete an alle erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler, die den Namen von Weil im Schönbuch weit über die regionalen Grenzen positiv hinausgetragen haben.

Das Kulturjahr 2017, so der Bürgermeister, war geprägt vom 25-jährigen Jubiläum des Kulturkreises mit seinem großen Jahresprogramm und dem musikalischen Höhepunkt des Mozartkonzertes am 30. Dezember. Für das junge Streichorchester war 2017 ebenfalls ein besonderes Jahr, was durch die Partnerschaft mit dem Stuttgarter Kammerorchester und die Jugendorchesterpartnerschaft mit irischen Musikern verdeutlicht wurde. “Was für tolle junge Musikerinnen und Musiker“ meinte der Bürgermeister.

Ein riesengroßes Dankeschön richtete Bürgermeister Wolfgang Lahl an alle Vereine und warb dafür, dass ihr Angebot weiterhin erhalten bleibt. Er warb dafür, sich als Mitbürgerinnen und Mitbürger in das aktive Vereinsleben durch aktives Engagement oder die Übernahme von Verantwortung in den Vorstandschaft einzubringen.

Bei dem großen und wichtigen Bereich Kinder, Jugend und Familie ging der Bürgermeister zunächst auf das Erfolgsmodell unserer Gemeinschaftsschule ein. Er bezeichnete es als ein „schönes Problem“, dass die in der Schönbuchlichtung etablierte und stabil 2-3 zügige Schule aus allen Nähten platzt. So war es nur folgerichtig, dass der Gemeinderat den Baubeschluss zum Neubau von vier Klassenzimmern mit einem Finanzvolumen von ca. 1,5 Millionen getroffen hat. Pünktlich zu Schuljahresbeginn konnten diese Räume genutzt werden.

Das war jedoch nicht das einzige herausragende schulische Ereignis im letzten Jahr, so der Bürgermeister. Er verwies auf den Wettbewerb „Klasse, Kochen“, bei dem die Schule als einziger Preisträger in Baden-Württemberg mit ihrem Ernährungskonzept sehr gut ankam und dadurch eine neue Schullehrküche gewann. Aus eigener Erfahrung konnte er bestätigen, dass „alles, was zur Einweihung in der Küche gezaubert wurde, auch gut geschmeckt hat“.

Grundsätzlich positiv sei es. so der Bürgermeister, dass es bei den Kinderzahlen wieder erfreulich aufwärtsgeht. Von um die 70 Geburten in den letzten Jahren stieg die Geburtenzahl 2016 und 2017 auf 90 bzw. 91 Kinder an. Auch der Zuzug von jungen Familien durch eine intensive Innenentwicklung trug dazu bei, Weil im Schönbuch demographisch zu verhängen.

Die Kehrseite der Medaille ist, dass dadurch mehr Betreuungsplätze für Kinder benötigt werden, als in den Vorausplanungen der Gemeinde erkennbar war. Dadurch wurde eine Interimslösung in der Kindertagesstätte Röte notwendig, die bereits genutzt wird. In Neuweiler wird durch den Umbau einer bestehenden Wohnung ein weiterer kleiner Gruppenraum geschaffen. Dadurch kann die Gemeinde den Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz erfüllen. Kurz- bis mittelfristig müssen jedoch weitere Angebote geschaffen werden.

„Mit den vielseitigen Angeboten im Schulbereich und dem aktiven Jugendreferat hat die Gemeinde ein modernes, Kind-und jugendgerechtes Angebot geschaffen,“ betonte der Bürgermeister. „Kinder sind unsere Zukunft - und wir handeln auch danach!“.

Den letzten Bericht seines Rückblicks auf 2017 widmete der Bürgermeister dem Bereich der Infrastruktur. Basierend auf dem Gemeindeentwicklungsplan blieb die Gemeinde auf dem positiven Weg der Weiterentwicklung unserer Gemeinde.

Als Beispiel nannte er die abgeschlossene Sanierung der Hauptstraße, durch die eine sehr erfreuliche und lebendige Innenentwicklung Fahrt aufgenommen hat. Weil im Schönbuch hat sich dadurch sehr positiv verändert, betonte der Bürgermeister.

Weitere Beispiele wie die Straßenbaumaßnahme in der Röte, der Austausch von Leuchtmitteln bei der Straßenbeleuchtung oder die Kanalsanierung im Gebiet Troppel sowie das große Sanierungskonzept in der Kläranlage rundeten den Rückblick des Bürgermeisters auf die großen Projekte der Infrastruktur im vergangenen Jahr ab.

Nach dem Blick in die Vergangenheit richtete Bürgermeister Wolfgang Lahl den Blick auf die Planungen für die kommenden Jahre.

Dabei kündigte er ein weiteres großes Investitionsprogramm an, das „dem Wohnen, Arbeiten und Leben dient, eben dem, was eine Gemeinde ausmacht“.

Zum Thema „ Arbeiten“ berichtete er, dass das Gewerbegebiet Lachental vor einer Erweiterung steht. Die Verwaltung hoffe nach vielen Gesprächen auf eine Einigung mit den Eigentümern, damit dieses Gebiet jetzt schnell erschlossen werden kann. Denn das Interesse von Betrieben sei enorm und die Gemeinde stehe hier auch in der Verpflichtung, den ansässigen Betrieben die notwendigen Entwicklung und Erweiterungsmöglichkeiten zu geben.

Im Gewerbepark Sol sind zwei kleinere Erweiterungen sowohl im nördlichen Bereich, auf der Gemarkung Holzgerlingen, als auch im südlichen Bereich auf der Weilemer Gemarkung geplant. “Arbeitsplätze vor Ort sind für eine lebendige Gemeinde unverzichtbar,“ betonte Bürgermeister Wolfgang Lahl.

Ausführlich ging der Bürgermeister auf das Thema „ Wohnen“ ein und wies auf den enormen Druck auf dem Wohnungsmarkt in der gesamten Region Stuttgart hin. Obwohl die Gemeinde dem Grundsatz „Innen-vor Außenentwicklung“ treu bleibt wird dies den Bedarf auch von unseren jungen Mitbürgerinnen und Mitbürger nicht decken können. Der Bürgermeister erläuterte, dass der Gemeinderat deswegen in mehreren Gebieten mit verschiedenen Schwerpunkten und Zeitschienen Planungen auf den Weg gebracht hat. Kurzfristig, also in etwa innerhalb von zwei Jahren, sollen im Bereich Fleckert-Ost und in Neuweiler im Gewann Pfadäcker auf den im Flächennutzungsplan ausgewiesenen Flächen Wohnbauland entstehen.

Mittelfristig ist im Kernort Weil im Schönbuch ein gut 15 ha großes Neubaugebiet „Weil-Mitte“ geplant. Wegen der großen Fläche und städtebaulichen Bedeutung soll 2018 ein städtebaulicher Ideenwettbewerb durchgeführt werden. Umgesetzt werden soll dieses große Gebiet nach dem Willen des Gemeinderats in mindestens zwei Bauabschnitten. Realistischerweise muss man hier von einer Umsetzung nicht vor dem Jahr 2021 ausgehen.

Zum Thema „Leben“ sprach der Bürgermeister die Bereiche Kultur, Vereine und das Erleben von Gemeinschaft an. Ein Projekt, das die Diskussion in der Gemeinde in den letzten Jahren dazu geprägt hat, ist das geplante Bürgerhaus. Es soll im Bereich des WeilerSportZentrums entstehen. Bei Einigung in den Grundstücksverhandlungen wird dies das bislang wirtschaftlich größte Hochbauprojekt der Gemeinde werden. Eine Planungsbeteiligung der zukünftigen Nutzer sah der Bürgermeister als Selbstverständlichkeit und als wichtige Voraussetzung für das positive Gelingen dieses Projektes.

Für die Kinderbetreuung kündigte der Bürgermeister den Bau einer neuen fünfgruppigen Kindertagesstätte im Bereich des neuen Wohngebiets Weil-Mitte an. Für die Senioren, für die der Kreispflegeplan eine Erweiterung um etwa 35-40 Pflegeplätze in der Gemeinde vorsieht, steht der Neubau eines Pflegeheimes in der bewährten Zusammenarbeit mit der Stiftung Liebenau an. Nach Abschluss der Grundstücksverhandlungen für das Bürgerhaus wird der Gemeinderat in Abstimmung mit der Stiftung Liebenau mit der Standortsuche beginnen.

Zum Ende seines Ausblickes auf die investiven Vorhaben der Gemeinde in den nächsten Jahren streifte der Bürgermeister die Straßensanierungsprogramme in der Hartmannstraße, der Bahnhof und der Wilhelmstraße in den Jahren 2018-2021.

Zum Abschluss seiner Rede ging der Bürgermeister auf die finanzielle Lage der Gemeinde im Kernhaushalt, dem sogenannten Kämmereihaushalt ein. Bei seinem Überblick über die Kerndaten des Haushaltsplanes 2018 mit seinem Volumen von 21,8 Millionen € im Verwaltungshaushalt und 4,96 Millionen € im Vermögenshaushalt betonte der Bürgermeister, dass im Kämmereihaushalt keine Kreditaufnahme geplant ist.

Er hielt fest, dass die Verschuldung im Kämmereihaushalt seit 2005 kontinuierlich gesenkt wurde und betonte, dass dies auch zwingend notwendig ist, da für die zuvor vorgestellten großen Projekte Kreditaufnahmen notwendig werden. Diesen stehen dann allerdings auch geschaffene Werte entgegen. Er wies darauf hin, dass viele Maßnahmen durch Fördermittel des Bundes oder des Landes aktiv unterstützt werden. Ohne diese Förderprogramme wäre eine Realisierung sicher nicht möglich.

Ein nicht unerheblicher Finanzierungsanteil wird sich aus den Grundstückserlösen im Bereich der Umlegungen für Wohnbauland ergeben, bei denen auf eine attraktive, aber dennoch wirtschaftliche Planung zu achten ist.

Ursächlich für die insgesamt positive Entwicklung der Haushaltszahlen seien insbesondere die Einkommensteuer, der Finanzausgleich und die Gewerbesteuer, die aktuell bei stabilen ca. 3,8 Millionen € für Weilemer Verhältnisse hoch ist. Er dankte dazu allen Unternehmerinnen und Unternehmern für die Bereitstellung von Arbeitsplätzen und natürlich auch für das erfolgreiche Wirken in der Gemeinde.

Zum Abschluss seiner Rede zum Neujahrsempfang dankte der Bürgermeister dem Gemeinderat und den Ortschaftsräten für ihr ehrenamtliches Engagement und die Bereitschaft, wahrlich nicht immer leichte Entscheidungen für eine gedeihliche Gemeindeentwicklung zu treffen. Dieser Einsatz für die Allgemeinheit verdiene höchsten Respekt.

Nach der Neujahrsrede des Bürgermeisters hatten die mitveranstalteten Vereine die Möglichkeit, ihre Vereine und deren Wirken vorzustellen. Den Anfang machten Werner Weinstein und Jutta Marquart, die die Geschichte des Liederkranzes Breitenstein seit seiner Gründung im Jahr 1893 umrissen.

Nach einer Vorstellung des derzeitigen breiten Angebots, bei dem nicht zuletzt der Kinder-und Jugendchor eine wichtige Rolle spielt, luden die beiden Vereinsvorstände die Gäste des Neujahrsempfangs bereits jetzt zu dem Festkonzert des Liederkranzes am 5. Mai 2018 ein.

Karl Schittenhelm berichtete über die Entwicklung der Weilemer Ortsgruppe des schwäbischen Albvereins und über das umfangreiche Jahresprogramm. Beispielhaft nannte er die Unterhaltung von etwa 33 km Wanderwegen, die der Weilemer Ortsgruppe obliegen und führte die etwa 25 Wanderungen an, die die Ortsgruppe jährlich organisiert.

Auch er lud die Festgäste zu einem besonderen Termin ein, nämlich der Pflanzung einer Edelkastanie, dem Baum des Jahres, am 29. April 2018.

Ein letztes Gesangsstück des Liederkranzes Breitenstein, der den Neujahrsempfang musikalisch umrahmte, schloss den formellen Teil des Neujahrsempfangs ab, auf den in guter Tradition ein Stehempfang der Gemeinde in der Breitenstein Halle folgte.
 
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